Breko kritisiert „Schlendrian“ bei der Telekom

Rechnungen an Konkurrenten sind teilweise nachweislich ungerechtfertigt, werden aber nicht korrigiert

„Diese Forderungen sind eine Frechheit“, kritisiert der Geschäftsführer des Bundesverbandes der regionalen und lokalen Telekommunikationsgesellschaften (BREKO), Rainer Lüddemann die derzeit von der Deutschen Telekom (Börse Frankfurt: DTE) an die Konkurrenz versandten Mahnschreiben. Lüddemann gibt an, ihm würden detaillierte Unterlagen einiger Mitgliedsfirmen vorliegen. Die aufgeführten Summen hielten einer Prüfung nicht stand, so der Geschäftsführer. Sie setzten sich aus Bereitstellungsentgelten für Teilnehmer-Anschlussleitungen, Interconnection-Verbindungen sowie dem Ausbau von Technikräumen zusammen.

So seien einem Citycarrier die Bereitstellung ein und derselben Teilnehmer-Anschlussleitung mehr als tausendmal in Rechnung gestellt worden. Für weitere Anschlüsse, so Lüddemann, sei dies ebenfalls in hundertfacher Überhöhung geschehen. Der Rechungsbetrag belaufe sich daher auf insgesamt mehr als eine Million Mark, obwohl in Wirklichkeit nur wenige Mark zu zahlen wären. Dabei handele es sich um Rechnungsposten, so Breko, die bereits mehrfach aus diesem Grund reklamiert worden seien. Besonders prekär: Während die Telekom-Mitarbeiter auf lokaler Ebene den Fehler zugegeben haben sollen, bliebe die Zentrale in Bonn in der Sache hart.

Die Telekom hat laut Lüddemann schriftlich einen eigenen Systemfehler eingeräumt. Trotzdem werde immer wieder überhöht abgerechnet.

Kontakt: Deutsche Telekom, Tel.: 0800/3301000

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