Microsoft will auch napstern

Softwaregigant steigt in den digitalen Musikvertrieb ein

Microsoft (Börse Frankfurt: MSF) hat seinen Einstieg in das digitale Musikgeschäft angekündigt. Man will mit der MSN Music-Site unter anderem Real Networks mit dessen Music Net-Service Konkurrenz machen. Microsoft hat damit erstmals Musik in seinem Online-Portfolio. Allerdings ist die neue Site bisher wenig innovativ. Ähnlich wie bei AOL Time Warners (Börse Frankfurt: AOL) Spinner-Site und anderen Webpräsenzen kann der Surfer zwischen tausenden von Online-Radiostationen wählen.

In das Angebot integriert ist eine spezielle Empfehlungs-Engine, deren Technologie im vergangenen Jahr von Mongo-Musik zugekauft wurde. Die Nutzer sollen so einen Radiosender wählen können, der sich wie ihr Lieblingskünstler anhört oder für eine bestimmte Stimmung geeignet ist.

Analysten behaupten, der Dienst sei zugleich ein Platzhalter in einem ständig wachsenden Markt wie auch ein ernsthaftes Angebot an die Kunden. Alle großen Portale sowie Plattenlabels und kleinere Online-Dienste versuchen ihre Position jetzt, da Napster kostenpflichtig wird, zu verbessern. Microsoft werde mit seinem starken Bezug zu den Kunden sowie einer eigenen Kopierschutz-Technologie ein ernst zu nehmender Mitbewerber in diesem Markt, so die Marktbeobachter.

Microsoft habe seinen Einstieg in das Online-Musikgeschäft zu einem unsicheren Zeitpunkt gestartet, meinen die Analysten. Technologiefirmen beschweren sich seit Monaten, dass es einfach noch nicht möglich sei, Lieder über das Internet zu verkaufen, solange die großen Plattenlabels ihre Kataloge für diese Distributionsart noch nicht lizensiert haben. Erst am Montag hatten AOL Time Warner, EMI und Bertelsmann beschlossen, ihre Inhalte an MusicNet zu lizensieren (ZDNet berichtete).

Kontakt: Microsoft, Tel.: 089/31760 (günstigsten Tarif anzeigen)

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