Telekom-Messenger „T-Netcall“ bietet wenig Neues

Erst in "ein paar Monaten" sollen Nutzer Umleitungen einstellen und ins Festnetz telefonieren können

Hannover – Die Deutsche Telekom stellt auf der CeBIT zwar ihren neuen Messenger-Dienst T-Netcall vor. Zusatzdienste, die über die Funktionalität der Messenger-Programme von AOL, Yahoo oder MSN hinausgehen, gibt es aber erst in ein paar Monaten.

Auf der T-Netcall-Website dürfen sich auch Nicht-Telekom-Kunden kostenlos registrieren lassen und danach den Messenger auf ihren Windows-PC herunterladen. Eine Macintosh-Version sei „angedacht“, erklärte ein Telekom-Mitarbeiter. Über die Website ist ein Java-Applet verfügbar, dass die Nutzung einiger Funktionen auch auf anderen Betriebssystemen ermöglicht.

Die Messenger-Software des Rosa Riesen bietet die üblichen Funktionen: Der Anwender kann seinen Freundeskreis eintragen und sieht dann, wer gerade online ist. Diesen Usern kann er Textnachrichten schicken oder mit ihnen über das Netz telefonieren. Das Austauschen von Dateien ist noch nicht möglich.

Ein Mehrwert des Telekom-Messengers gegenüber der Konkurrenz könnte die Möglichkeit werden, eine Umleitung zu programmieren. „Wenn ich meinen PC verlasse, kann ich eingehende Nachrichten auf mein Mobiltelefon umleiten lassen. Auch Anrufe werden dann an das Handy weiter geleitet“, erklärten die Standmitarbeiter interessierten CeBIT-Besuchern. Wer diese Weiterleitungsdienste nutzen möchte, muss aber noch „ein paar Monate warten“ und dann eine monatliche Grundgebühr in noch nicht festgelegter Höhe bezahlen.

Derzeit kann man mit dem Messenger nur von PC zu PC telefonieren. Anrufe ins Festnetz wird es erst in Zukunft geben, aber „diese werden teurer sein als normale Festnetzgespräche, da diese Funktion für uns nicht im Mittelpunkt steht“, so der Telekom-Mitarbeiter, der nicht zitiert werden wollte.

Im Vorfeld der CeBIT hatte AOL den Mobile Instant Messenger (MIM) angekündigt, der den Dauerschwatz zwischen Mobiltelefon und AOL-Surfer ermöglich soll. MIM wird voraussichtlich im Sommer erscheinen, da für den Dienst notwendige Abkommen mit den SMS-Providern noch nicht unter Dach und Fach sind.

Kontakt: Deutsche Telekom, Tel.: 0800/3301000

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