DGB-Chef kritisiert Greencard

Schulte fordert, Unternehmen müssten ihre Philosophie ändern

Heftige Kritik hat DGB-Chef Dieter Schulte an der Greencard für ausländische IT-Spezialisten geübt. Kurzfristig könne die Greencard zwar eine Lösung des Fachkräftemangels sein, sagte Schulte in einem Interview mit der in Dresden erscheinenden „Sächsischen Zeitung“. Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) müsse aber von den Unternehmen verlangen, dass sie in den nächsten Jahren im Gegenzug arbeitslose Ingenieure so weit qualifizierten, dass diese mittelfristig eingestellt werden könnten. „Es muss sich an der Philosophie der Unternehmen etwas ändern, die lieber einen 25jährigen Inder einstellen, als einen 53jährigen deutschen Ingenieur“, zitiert die Nachrichtenagentur AFP den DGB-Chef.

Über die Green Card werde intensiver diskutiert als über die vier Millionen Arbeitslosen, sagte Schulte: „Da stimmt doch etwas nicht.“ Vor wenigen Tagen hatte auch Bitkom-Präsident Volker Jung die Greencard unter Beschuss genommen (ZDNet berichtete), allerdings aus einer anderen Perspektive. „Die Regelung entspricht nicht dem, was wir wollen“, erklärte Jung. „Wenn wir gute Leute haben wollen, dürfen wir sie nicht wieder nach fünf Jahren nach Hause schicken.“

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