Telekom: Konkurrenz im Festnetz verstärkt sich

Regionalanbieter verbünden sich gegen rosa Riesen

Die Deutsche Telekom (Börse Frankfurt: DTE) bekommt nach Informationen der Düsseldorfer „Wirtschaftswoche“ starke Konkurrenz im Festnetz. Wie die Zeitschrift in ihrer neuen Ausgabe berichtet, wollen in Nordrhein-Westfalen noch in dieser Woche fünf größere City- und Regionalgesellschaften unter der Dachgesellschaft Tropolys antreten und den Wettbewerb vor allem im Ortsnetz verstärken.

Bei den Mitgliedern von Tropolys handelt es sich demnach um Telebel (Wuppertal), CNE Telekommunikation (Essen), Telelev (Leverkusen) Meocom (Oberhausen) und Citykom Münster.

Mit zehn weiteren City-Gesellschaften fänden derzeit Gespräche statt, zitiert die Zeitschrift Tropolys-Geschäftsführer Peer Knauer. Der Verbund wolle die Zahl seiner festangeschlossenen Kunden von derzeit 46.000 auf 80.000 nahezu verdoppeln und damit zum zweitstärksten Anbieter in deutschen Ortsnetzen aufsteigen.

Erst vor einer Woche hatte die Europäische Kommission eine Untersuchung in Auftrag gegeben um festzustellen, warum die bisher marktbeherrschenden Telekommunikationsunternehmen ihre Netze nur zögerlich für Mittbewerber öffnen (ZDNet berichtete). Angeregt wurde dieser Vorgang durch Beschwerden der Konkurrenz-Unternehmen. Die Freigabe der so genannten letzten Meile wurde von der EU-Kommission als Mittel gegen die Vorherrschaft von früheren Staatsbetrieben wie British Telekom und Deutsche Telekom angesehen. Zudem sollte so die Verbreitung des Internet in Europa gefördert werden.

Das Ergebnis der Untersuchung wird für kommenden Monat erwartet. Es soll den Fortschritt der einzelnen Mitgliederstaaten bei der Freigabe zeigen.

Kontakt:
Deutsche Telekom, Tel.: 0800-330070

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