Telekom korrigiert Gewinnerwartung nach unten

Immobilienwerte waren zu hoch angesetzt worden / Management bestreitet Absicht

Die Deutsche Telekom (Börse Frankfurt: DTE) hat ihren im vergangenen Jahr erwirtschafteten Milliardenüberschuss um ein Fünftel nach unten revidiert. Wie der Bonner Konzern am Mittwoch in einer Pflichtmitteilung an der Frankfurter Börse mitteilte, rechnet er wegen einer Wertberichtigung von zwei Milliarden Euro (3,9 Milliarden Mark) bei den Telekom-Grundstücken unter dem Strich noch mit einem Erlös von 5,9 statt zuvor 7,4 Milliarden Euro (11,5 statt knapp 14,5 Milliarden Mark). Die Wertberichtigung habe keinen Einfluss auf ihre Liquidität, betonte das Unternehmen.

Die Telekom wolle sich mit einer neuen Strategie nun „beschleunigt von einem erheblichen Teil ihres Immobillienvermögens trennen“, hieß es weiter. Wegen möglicherweise überhöhter Buchwerte für die Telekom-Immobilien ermittelt die Bonner Staatsanwaltschaft. „Diese Vorwürfe werden weiterhin bestritten“, erklärte der Konzern. Noch im ersten Quartal werde die Telekom zudem Aktien der US-Telefongesellschaft Sprint FON zum Verkauf anbieten, meldete das Unternehmen weiter. Die derzeit von dem deutschen Konzern gehaltenen Sprint-FON-Aktien haben demnach einen Markwert von rund zwei Milliarden Dollar (4,3 Milliarden Mark).

Der Bonner Ex-Monopolist erklärte die nun eingeleiteten Schritte als Teil seiner Strategie, sich auf die vier Wachstumsbereiche Mobilfunk, Online, Systemlösungen und Festnetz zu konzentrieren. Erst gestern hat die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post entschieden, dass der Ex-Monopolist zwar aus der Regulierung für Ferngespräche in die Türkei entlassen wird, weil dort genügend Konkurrenz vorhanden ist. Doch die Tarife nach Dänemark und in die USA unterliegen weiterhin der Aufsicht des Regulierers. Der Kurs des Unternehmens sank im Verlauf des Mittwoch Vormittag um vier Prozent auf 25,53 Euro.

Kontakt: Deutsche Telekom, Tel.: 0800-3300700

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