MSN will wieder mal Messenger-Barriere durchbrechen

Zahlreiche Hinweise, dass die nächste hauseigene IM-Version mit dem Yahoo-Tool kommunizieren kann

Microsoft (Börse Frankfurt: MSF) plant angeblich, eine neue Version seines MSN-Messengers zu veröffentlichen, die mit anderen Plauder-Tools wie dem von Yahoo (Börse Frankfurt: YHO) kompatibel ist. Das berichten Quellen, die mit dem Vorgang vertraut sind. Das bevorstehende Update könnte bereits bestehenden Bemühungen Auftrieb geben, technologische Barrieren zu durchbrechen, die bisher einen einheitlichen Standard verhindert haben. Bislang weigert sich der Marktführer beim Instant Messaging, AOL (Börse Frankfurt: AOL), sein Tool für die Mitglieder anderer Anbieter zu öffnen und hat das auch trickreich verhindern können.

Im März oder April soll die Version 4 des MSN Messengers auf den Markt kommen, berichtet eine dem Unternehmen nahestehende Quelle. Zunächst sollen Nachrichten zwischen den Benutzern der MSN- und Yahoo-Tools ausgetauscht werden können. Später sollen den Nutzern der beiden Systeme das Weiterleiten von Dateien und fortgeschrittene Services zur Verfügung stehen. Ein Microsoft-Sprecher wollte sich zu den jetzt bekannt gewordenen Plänen nicht äußern, ein Vertreter von Yahoo dagegen keinen Zeitplan für eine Interoperabilität festlegen.

Der Vizepresident des Instant Messenger Start-ups Odigo, Alex Diamandis, sagte die Möglichkeit für User von MSN-, Yahoo- und Odigo-Messenger miteinander zu kommunizieren sei „in allernächster Zukunft“ vorhanden. Odigo, Yahoo und Microsoft bilden zusammen mit AT&T und Excite@Home die „Imunified“-Koalition, die sich vergeblich im Vorfeld des Zusammenschlusses von Time Warner (Börse Frankfurt: TWX) und AOL dafür eingesetzt hatte, dass die Öffnung des AIM-Netzes zur Bedingung für eine Fusion würde. Die Federal Communications Commission (FCC) als zuständiges Organ beschränkte sich aber auf eine wenig aussagekräftige Regelung, wonach eine der AIM für andere Anbieter zugänglich sein müsse, bevor AOL „breitbandige Services über den Dienst anbietet“. AOL sagte, man habe keinerlei Pläne dafür.

ZDNet hat in einem ZDNet-Special Neuigkeiten und Grundlegendes zur Mega-Fusion zusammengefasst.

Kontakt:
AOL, Tel.: 040/361590

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