Vermisste Kinder werden online gesucht

Firma Cobion vergleicht die Kinderfotos mit Bildern im Internet

Die Elterninitiative vermisste Kinder aus Kisdorf unterstützt seit 1997 die Behörden bei der Suche nach vermissten oder entführten Kindern mit einer Website. Ab sofort werden die Bilder nicht nur auf der Site veröffentlicht, sondern es wird auch aktiv nach den Bildern in der Internet-Datenbank der Firma Cobion gesucht.

„Die Firma Cobion hat eine Technik entwickelt, mit der die Bilder auf gesichtsspezifischen Kriterien hin analysiert werden. Auf diese Weise wird nicht nur das gleiche Bild erkannt, sondern auch Bilder von dem Kind, wenn es inzwischen älter geworden ist“, erklärte Monika Bruhns, Ansprechpartnerin der Elterninitiative, gegenüber ZDNet. Zunächst nimmt Cobion vier Kinderfotos kostenlos in die Datenbank auf, später soll auf neun Bilder erhöht werden. „Es eröffnet sich uns so eine weitere Möglichkeit, nach den Kindern zu suchen“, so Bruhns.

Insgesamt 19 Kinder wurden bisher mit Unterstützung der Elterninitiative aus Norddeutschland wiedergefunden: „Jeder Fall läuft anders: Einmal hat ein Internet-User aus Mexiko ein Kind wiedererkannt und sofort mit uns Kontakt aufgenommen, ein anderes Mal hat die spanische Polizei unsere Internet-Site benutzt, um die Bilder mit einem Kind zu vergleichen, dessen Begleiter sich auffällig verhielten“, sagte Monika Bruhns.

Finanziert wird die Arbeit der Elterninitiative aus eigener Tasche: „Vor vier Jahren war es eine Zeit des Umbruchs: Unsere Väter und Söhne im Kinderschutzbund fingen an, sich für den Computer zu interessierten und haben vorgeschlagen, eine solche Website aufzubauen. Der Vorschlag stieß auf große Begeisterung“, erläutert Bruhns.

Kontakt:
Elterninitiative vermisste Kinder, Tel.: 04193/890998

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