DSL: „Aufbau läuft auf Hochtouren“

Telekom-Technikchef Tenzer kommentiert Gerichtsurteil zur Flatrate relativ barsch / "I-Mode wird es schwer haben in Europa"

Gute Nachrichten für geplagte DSL-Kunden: Technik-Chef Gerd Tenzer erklärte am Donnertag in Berlin, momentan würden pro Monat mehr Aufträge erledigt, als Neuanmeldungen für den Breitband-Dienst der Deutschen Telekom (Börse Frankfurt: DTE) eingingen. „Die Schere schließt sich langsam“, so Tenzer.

Zudem erklärte Tenzer, stehe die Telekom aktuell in Verhandlungen mit einem dritten Hardware-Lieferanten, um die beiden bisherigen Partner zu entlasten. Wer der neue Lieferant sein wird, wollte er aber nicht sagen. „Wir denken, bis Ende des Jahres die ersten Lieferungen zu erhalten.“ Bis es soweit ist, hoffen viele Kunden gezwungenermaßen auf Flatrate-Angebote.

Das Urteil vom Mittwoch, wonach das Verwaltungsgericht Köln den Eilantrag der Telekom zum Thema Flatrates zurückgewiesen hat, kommentierte Tenzer auf Journalistenfragen etwas dünnhäutig: „Ich weiß nicht, was Sie aus dem Urteil herauslesen wollen. Ich sehe nur, dass die Richter gesagt haben, das Thema sei zu komplex um es in einem Eilantrag zu entscheiden.“ Das von den Telekom-Managern gebetsmühlenartig wiederholte: „Die Wettbewerber müssen eben auch mal ein unternehmerisches Risiko eingehen“ wurde auch bei dieser Gelegenheit wieder zitiert.

Zudem hofft die Deutsche Telekom WAP durch die gestern gestartete GPRS-Übertragung zu neuen Höhenflügen zu verhelfen. „Wir werden da zur CeBIT ein neues Modell vorstellen“, so Tenzer. Allerdings ist den Telekom-Oberen auch klar, dass erst Ende des Jahres der GPRS-Boom so richtig loslegen wird. Momentan, so der „Rosa Riese“ verbringen die Kunden bei einer WAP-Session durchschnittlich zwei Minuten online. Inhalte wie Aktienkurse, Chat und Dating-Services für Singles sollen die Nutzer ins mobile Netz locken.

Den jüngst angekündigten Start des populären japanischen mobilen Multimediadienstes I-Mode in Europa sieht Tenzer dagegen skeptisch: „Das ist vom Endgerät bis hin zur Programmiersprache ein proprietäres System. NTT Docomo hat in Japan fast so etwas wie ein Monopol, die können das da durchsetzen. Aber hier in Europa finde ich das fraglich.“

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Kontakt:
Deutsche Telekom, Tel.: 0800/3300700

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