CES: Erster Fernseher mit lebenslagem Internet-Zugang

Zenith Electronics baut 56KByte-Modem in TV-Gerät für Web-Access ein

Den ersten Fernseher mit kostenlosem Internet-Zugang präsentierte Zenith Electronics mit seinem 70-Zentimeter-Bildschirm auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas. Das etwa 600 Dollar teure Fernsehgerät soll ab April in den ersten Geschäften in USA zu finden sein und zielt auf Internet-Neulinge oder Web-Süchtige ab, die von ihrer Couch aus das WWW durchstreifen wollen. Im Kaufpreis inbegriffen ist ein lebenslanger, kostenloser Web-Zugang über die Site der Firma Transcast. Das Gerät kostet rund 100 Dollar mehr als übliche Flimmerkisten. „Damit soll ein Teil der Zugangskosten gedeckt werden“, meinte Transcast-Gründer, Ramon Cazares.

Der Internet-Anbieter will Content wie Lokalnachrichten, Sport, Angebote der örtlichen Geschäfte auf die Startseite stellen, wo das jeweilige Gerät gekauft wurde. Um das Surfen im Internet zu beschleunigen, sollen Nachrichten und Meldungen immer über Nacht aktualisiert und in den Cache des TV-Geräts gespeichert werden. Die Käufer bekommen zum Fernseher zusätzlich eine Funktastatur zum Eingeben der Daten, und bis zu fünf E-Mail-Konten.

Der kostenfreie Internet-Zugang sei möglich, da Transcast Provisionen von allen Einkäufen bekomme und auch Einkommen durch die Werbung auf seiner Site habe, so Cazares. Um den e-Commerce anzutreiben entwickelt der Internetprovider eine digitale Brieftasche, die ein sicheres Einkaufen auf den Partnerseiten des Internet-Providers ermöglichen soll.

Auch der Konzern Panasonic plant einen ähnlichen Fernseher für den amerikanischen Markt, der im dritten Quartal vorgestellt werden soll. Zukünfitge Geräte könnten außerdem mit einer Ethernet-Karte für eine Breitbandverbindung ausgestattet sein.

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1 Kommentar zu CES: Erster Fernseher mit lebenslagem Internet-Zugang

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  • Am 28. Oktober 2003 um 18:01 von Hans-Peter Krieger

    Zenith Electronics baut 56KByte-Modem in TV-Gerät für Web-Access ein
    Für den deutschen Markt nicht passend.
    Internetzugang muss neben einem analogen Zugang mindestens über ISDN oder Netzwerk, sprich Breitband DSL gehen.
    Alles andere ist in meinen Augen veraltet. Um unschönen Kabelsalat im Wohnzimmer zu vermeiden, sollte direkt über eine zusätzliche Wireless Lösung nachgedacht werden.

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