Mafiaboy schmeißt die Schule

Fester Job ist Bedingung für Entlassung auf Bewährung / Keine Angaben über Art der Arbeit

Der mittlerweile 16-jährige Hacker Mafiaboy, der angeklagt war, im Februar prominente Sites wie CNN, ZDNet und Ebay mit DDoS-Attacken lahmgelegt zu haben (ZDNet berichtete), ist vom Gericht vorläufig auf Bewährung entlassen worden. Die Juristen ließen ihn laufen, weil Mafiaboy versprach, einen Vollzeit-Job anzunehmen. Was genau er tun will, sagte er aber nicht.

Mafiaboy hatte sich unschuldig erklärt, in über 60 Fällen in Computersysteme eingedrungen zu sein und erheblichen Schaden in Form von lahmgelegten Sites verursacht zu haben. Falls er vom Gericht für schuldig befunden wird, drohen ihm bis zu zwei Jahre in einer Jugendbesserungsanstalt. Ein Erwachsener wäre von einer Strafe von bis zu zehn Jahren Gefängnis bedroht.

Nach seiner Festnahme im April wurde der Jugendliche unter strengen Auflagen auf freien Fuß gesetzt. Er durfte keine Computer bedienen, musste regelmäßig zur Schule gehen und musste straufunauffällig bleiben. Nachdem er von der Schule suspendiert worden war, weil er Stunden geschwänzt und mit Lehrern gestritten hatte, wurde er wieder in Haft genommen. Am Dienstag kündigte Mafiaboy dann an, die Schule bleiben zu lassen und sich einen festen Job zu suchen. Unter der Voraussetzung einer festen Arbeitsstelle wurde er wieder auf der Haft entlassen.

Am 5. März soll die Verhandlung um die DDoS-Attacken vom Februar beginnen. Die Beteiligten gehen davon aus, dass er mehrere Wochen oder Monate dauern könnte, da die technischen Abläufe sehr kompliziert sind.

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