Mobilfunk-Strahlung macht Kühe kirre

Wissenschaftler finden Auffälligkeiten und wollen Gefährdnung nicht ausschließen

Die Strahlung von Mobilfunk-Antennen hat nach Ergebnissen einer bundesweit ersten Studie womöglich Auswirkungen auf die Gesundheit von Rindern. Wie das bayerische Umweltministerium am Donnerstag in München mitteilte, zeigten vier von acht in der Nähe von Antennen gehaltene Herden Verhaltensauffälligkeiten beim Widerkäuen. Eine Gefährdung der Tiere sei demnach nicht hundertprozentig auszuschließen.

Insgesamt habe sich aber kein einheitliches Bild ergeben, so dass kein direkter Zusammenhang zwischen der Strahlung und der Gesundheit der Rinder hergestellt werden könne, teilte das Ministerium mit. Beim Problem Stress-Symptome durch Mobilfunk ergab die Studie laut Ministerium keine statistisch abgesicherten Hinweise. Bei der Milchleistung, Fruchtbarkeit und Schlafhormonausschüttung seien keine Auffälligkeiten aufgetreten.

Bayern hatte die Studie 1998 in Auftrag gegeben. Dabei untersuchten Wissenschaftler aus München und Gießen insgesamt 38 Höfe in Hessen und Bayern. Umweltminister Werner Schnappauf (CSU) empfahl, auf Grundlage der Ergebnisse bundesweit weitere Untersuchungen zu initiieren.

Kontakt:
Bayerisches Umweltministerium, Tel.: 089/921400

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1 Kommentar zu Mobilfunk-Strahlung macht Kühe kirre

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  • Am 26. März 2002 um 18:30 von Albert Schultheiß

    Die Gesundheit der Rindviecher wird durch Mobilfunk gefährdet
    Vielleicht könnte sich die Bundesregierung wenigstens zu Vorsorgewerten für Rindviecher entschliessen. Im Ernst: Ich will nicht akzeptieren, dass wir in Deutschland die höchsten Grenzwerte im internationalen Vergleich haben, während Nachbarländer wie z.B. die Schweiz sich zu Vorsorgegrenzwerten entschliessen können, die zum Teil 100-mal niedriger liegen, als die Grenzwerte in Deutschland!

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