Erste Ergebnisse der Planet Project-Umfrage

Trotz Site-Breakdown haben sich bereits mehr als 330.000 Menschen aus über 200 Ländern eingetragen

Zwanzig Stunden nach dem Start des Planet Project haben sich laut Angaben der Initiatoren bereits mehr als 330.000 Menschen aus über 200 Ländern an der größten interaktiven Meinungsumfrage beteiligt. Und schon jetzt zeichnen sich einige überraschende Ergebnisse ab: Bei der Frage, welche Eigenschaft die deutschen Teilnehmer Bundeskanzler Gerhard Schröder am ehesten zuschreiben würden, antworteten 25 Prozent mit „egoistisch“, genauso viele mit „kompetent“. 19 Prozent bezeichneten den Regierungschef in erster Linie als „intelligent“.

Wie zu erwarten, stieß das Modul zum Thema „Sex“ bei den Umfrageteilnehmern auf das größte Interesse. Ein Ergebnis: Die weiblichen Teilnehmer aus Deutschland sind mit ihrem Sexualleben zufriedener als die männlichen. Die Gefahr, sich mit AIDS anzustecken, habe nur bei etwas über der Hälfte der Teilnehmer aus Deutschland das Sexualleben verändert. In Südafrika, einem der am stärksten betroffenen Länder, seien es dagegen rund zwei Drittel der Umfrageteilnehmer.

Eine pikante Frage lautete „Hatten oder haben Sie Sex mit jemandem, für den/die Sie arbeiten?“. 13 Prozent der Teilnehmer aus den Vereinigten Staaten haben mit ja geantwortet, in Deutschland nur vier Prozent. Die USA liegen damit weltweit an der Spitze.

In den USA wurde der Start des Planet Project noch aus einem anderen Grund mit besonderer Aufmerksamkeit verfolgt: „Wir hätten nicht gedacht, dass die Präsidentschaftswahlen noch laufen würden, wenn das Planet Project startet“, sagte Bruce Claflin, Vorstand von 3Com. Die Umfrage habe ein Indiz für die Politikverdrossenheit der Amerikaner zu Tage gefördert: Rund die Hälfte der Teilnehmer gab an, dass die Regierung eine zu große Rolle im eigenen Leben spielt. In Deutschland teilt diese Meinung lediglich rund ein Viertel der Teilnehmer.

Eine Frage des Planet Project befasst sich mit dem Thema Zivilcourage. Überraschend dabei: Die deutschen Teilnehmer scheinen zu den Weltmeistern der Zivilcourage zu zählen. Acht von zehn Teilnehmern würden eingreifen, wenn eine Gruppe von Teenagern eine ältere Person belästigt. Nur in Kanada und den Vereinigten Staaten zeigen sich die Teilnehmer ebenso entschlossen. 76 Prozent der Teilnehmer aus Deutschland gaben an, dass Menschen in Deutschland auf Grund ihres ethnischen Hintergrundes regelmäßig diskriminiert werden. In Frankreich sagten dies sogar 83 Prozent.

Noch bis Samstag sind Menschen rund um den Erdball dazu aufgerufen, unter Planet Project Meinungen, Ansichten und Wünsche zu teilen und miteinander zu vergleichen.

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