Napster distanziert sich von MP3.com

Verfolgt aber selbe Strategie

Napster hat sich von MP3.com und dem vorgestern ergangenen Urteil gegen die Site distanziert. „Wir halten es nach dem Studium des Urteils von Richter Rakoff für unzweifelhaft, dass es sich im Falle von MP3.com um eine vollkommen andere Sachlage als in unserem eigenen Fall handelt“, erklärte der Napster-Anwalt Jonathan Schiller.

Dabei hatten es die Anwälte von MP3.com mit einer ähnliche Strategie wie der Staranwalt von Napster, David Boies, versucht: Sie bezichtigen die Plattenindustrie – in diesem Fall vertreten durch das weltweit größte Musiklabel Universal Music Group – der monopolistischen Umtriebe.

Bezirksrichter Jed Rakoff hatte im Streit mit dem Plattenlabel Universal gegen MP3.com geurteilt. Dem Unternehmen droht nun eine Strafe von bis zu 250 Millionen Dollar. Rakoff hatte in seinem Urteil teils sehr harte Worte für die Geschäftspraktiken von MP3.com gefunden: „Einige der vorliegenden Beweise zeigen deutlich, dass manche Internet-Unternehmen eine falsche Vorstellung davon haben, was sie tun dürfen. Nur weil sie etwas Neues unternehmen bedeutet das noch nicht, dass sie gegenüber den Gesetzen dieses Landes – und hier insbesondere der Urheberschutzrechte – immun sind.“

MP3.com Michael Robertson zeigte sich enttäuscht – machte sich aber gleichzeitig Hoffnungen: „Wir gehen ganz sicher in die Berufung“, erklärte er. „Es ist noch zu früh um über mögliche Entschädigungszahlungen zu spekulieren“.

Wissenswertes rund um das MP3-Format bietet ein MP3-Special von ZDNet.

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