IDF: „Wir machen Ptp seit zehn Jahren“

Gelsinger: Netbatch ist Napster-Uhrahn / Ptp-Working-Group gegründet

San Jose – Auf dem Intel Developer Forum in San Jose (22. bis 24. August) hat Cheftechniker Pat Gelsinger die Geschichte der Napster-Technologie neu definiert: „Tatsächlich machen wir diese Peer-to-Peer (Ptp-)Geschichte selbst schon seit gut zehn Jahren“.

Den aktuellen Durchbruch der Technik bezeichnete er als „ähnlich evolutionären Schritt wie die Einführung von Mosaic „. Mosaic war der erste Browser für das WWW und führte zu einer explosiven Vermehrung der angeschlossenen Server und zum Internet, wie wir es heute kennen.

Gelsinger demonstrierte daraufhin Netbatch, eine Anwendung mit der sich Intel-Entwickler untereinander austauschen und auf ungenutzte Rechen-Ressourcen innerhalb des Konzerns zugreifen. „Unsere Workstations und Server werden zu 50 bis 70 Prozent am Tag nicht eingesetzt. Diese brach liegende Rechen-Power wollten wir anzapfen.“

Um eine kommerziell verwertbare Ptp-Applikation anzustoßen, hat Intel (Börse Frankfurt: INL) eine Ptp-Working Group ins Leben gerufen, die laut Gelsinger ab sofort auch online (www.peer-to-peerWG.com) zu erreichen sein sollte – tatsächlich aber noch nicht aufzurufen war. Zu den Gründungsmitgliedern zählen: Applesoup, Applied Metacomputing, Centerspan, Distributed Science, Dotcast, Enfish Technology, Engenia Software, Entropia, Groove Networks, Hewlett-Packard (HP; Börse Frankfurt: HWP), IBM (Börse Frankfurt: IBM), Kalepa, Mangosoft, Popular Power, Static, United Devices, Uprizer und Vtel.

ZDNet bietet den Napster für Windows zum Download an. Eine Version für Linux steht unter fileforum.efront.com/… zum kostenlosen Download bereit. Darüber hinaus hat ZDNet ein Napster-Special erstellt. Wissenswertes rund um das Format bietet ein MP3-Special.

Ein US-Bundesrichter hatte Ende Juli eine einstweilige Verfügung gegen die Firma mit der MP3 Tausch-Software erlassen und angeordnet, dass der Download aller durch das Urheberrecht geschützten Lieder ab dem kommenden Wochenende gesperrt werden muss.

Der Branchenverband, die „Recording Industry Association of America“ (RIAA) hatte im Dezember, fünf Monate nach dem Start von Napster, eine Klage gegen das Unternehmen eingereicht. Die Anwälte warfen der Firma vor, mit ihrem MP3-Tauschservice Urheberrechts-Verletzungen zu fördern. Das eigentliche Gerichtsverfahren ist für Ende des Jahres vorgesehen.

Kontakt:
Intel, Tel.: 089/9914303

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