IDF: Intel präsentiert Dot.Station

Billigvariante des PCs mit Celeron und Linux / Erste Abnehmer: Rentner

San Jose – Intel (Börse Frankfurt: INL) unternimmt einen eigenen Versuch in Sachen Thin Client: Auf dem Intel Developer Forum in San Jose (22. bis 24. August) präsentierte die Produktmanagerin Marta Hasler von der Home Products Group die „Dot.Station“.

ISPs und Telekommunikationsunternehmen sollen die Dot.Station – ähnlich dem Distributionsmodell von Handys – ihren Kunden zusammen mit einem Vertrag über einen Account verbilligt anbieten. Die Preisvorstellung von Intel bewegt sich zwischen 0 und 400 Dollar für den Endkunden, die Anbieter selbst sollen sie für um die 400 Dollar beziehen. Gefertigt wird die Station von Drittherstellern, allerdings befindet sich das Intel-Logo darauf.

Die Station bietet einen Celeron-Prozessor mit eher niedriger Taktzahl (die genaue Konfiguration stehe noch nicht fest, so Hasler), eine 4,3-GByte-Festplatte und ein Intel-eigenes Linux-Betriebssystem, das für eine möglichst einfache Handhabung ausgelegt wurde. Alle wichtigen Funktionen wie E-Mail, Browsen oder das Aufrufen persönlicher Files ist über klobige Icons möglich.

Intels Dot.Station
Das in seinem Design stark am iMac angelehnte Gerät ist als billigere Alternative zum PC gedacht./ Foto: Intel

Käufer erhalten ein wartungsfreies und unkompliziertes Great – machen sich aber weitgehend abhängig vom Provider, von dem sie die Station beziehen. Sowohl Betriebssystem-Updates als auch zusätzliche Plug-Ins werden von ihm ohne Zutun der Käufer geliefert. Eigene Downloads von Programmen und Anwendungen kann der Kunde nicht durchfuhren. Überhaupt eignet sich die Station keinesfalls fur Spielefreaks oder Hardcore-Anwender: Sie verfügt weder über ein CD-ROM- noch ein Floppy-Laufwerk. Lediglich kleinere Downloads wie MP3-, Video- oder Bilderdateien können auf der Festplatte gelagert werden.

„Wenn ein Kunde mit seinem Rechner mehr machen will als die Dot.Station erlaubt, muss er sich eben einen PC kaufen“, erklärte Hasler. „Die Station ist für Leute gedacht, die einfach ins Internet gehen wollen, etwas Browsen und ein paar E-Mails verschicken.“ Entsprechend werde voraussichtlich Anfang kommenden Jahres der amerikanische Provider Sageport die Station speziell für Senioren anbieten. Die ersten Modelle aber sollen noch im Herbst dieses Jahres in Frankreich und Spanien auf den Markt kommen.

In Deutschland stehe man derzeit mit mehreren Anbietern in Verhandlungen, erklärte Intel-Sprecher Christian Anderka. Namen könnten aber noch nicht genannt werden. Hasler jedenfalls zeigte sich von der Vorstellung begeistert, mit der Deutschen Telekom (Börse Frankfurt: DTE) ins Geschäft zu kommen. Dann werde die Station auch ISDN unterstützen, wahrend sie im Moment ausschließlich für DSL- und Kabelanschluss ausgelegt sei.

Kontakt:
Intel, Tel.: 089/9914303

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