IDF: Intel Labs – die Pfadfinder

Tennenhouse blickt in die Zukunft des Internet und des Computings

San Jose – Auf dem Intel Developer Forum in San Jose (22. bis 24. August) präsentierte der Chef der Intel (Börse Frankfurt: INL) Labs, David Tennenhouse, seine bislang weitgehend im verborgenen arbeitende Abteilung. Die 16 weltweiten Labs fungieren als eine Art von Pfadfinder für den Chiphersteller. Sie sollen ausloten, welche Trends in Zukunft auftauchen werden und das Unternehmen darauf vorbereiten.

Zunächst hatte Tennenhouse eine beruhigende Nachricht für die Zuhörer parat: „Moores Law hat immer noch Gültigkeit“, auch in absehbarer Zukunft – sprich in den kommenden fünf Jahren – werde sich die Geschwindigkeit von Prozessoren alle 18 Monate verdoppeln.

Aber nicht nur im Bereich von Chips sind die Labs aktiv: Tennenhouse erwartet, dass der Mensch demnächst von hunderten bis tausenden Prozessoren umgeben ist. Bräuchte man weiterhin soviel Aufmerksamkeit wie heute für einen einzigen Computer, wäre das Leben kaum mehr in den Griff zu bekommen. Die Lösung könne nur in der Vereinfachung des Gebrauchs von immer kleiner werdenden Chips und Computern liegen.

Folglich wollen sich die Labs verstärkt um die Bereiche Bio- und molekulare Chips (Nanotechnologie), Roboter und eine neuen Internet-Infrastruktur kümmern. Ein überarbeitetes Internet habe die Aufgabe, in das Netzwerk eingebundene Computer zu beherbergen, molekülgroße Systeme und Roboter zu verschicken und Peer to Peer-Systeme (wie von Napster demonstriert) zu ermöglichen.

Konkret arbeite man derzeit an der Vergrößerung von Wafern, an einem drahtlosen Stift, der das Geschriebene direkt in den Rechner übermittelt, Spracherkennung, 3D-Grafiken für Spiele, der Realisierung von Videokonferenzen und Bild-E-Mails, sehr einfachen One-Klick-Systemen, Plug and Play-Anbindung von Consumer-Elektronik sowie dem Aufbau von E-Commerce-Systemen ohne Programmierkenntnisse. Eine frisch eingerichtete Site soll diese Arbeiten transparenter machen.

Die Labs stehen in direktem Kontakt zu Universitäten und anderen Forschungseinrichtungen und sind dezentral organisiert. Eines der 16 Labs befindet sich in München.

Kontakt:
Intel, Tel.: 089/9914303

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