Corel-Chef verlässt das Schiff

Cowpland will mehr Zeit in Linux-Startups investieren

Der Chef des schwankenden Software-Konzerns Corel, Michael Cowpland, hat am Dienstag seinen Rücktritt als Präsident und Chief Executive Officer bekannt gegeben. Er wolle sich mehr um neue Linux-Startups kümmern, so Cowpland.

Trotzdem will er der Firma, die er gegründet hat, als Mitglied im Aufsichtsrat sowie als technischer Berater erhalten bleiben. Er sei der Überzeugung, Corel würde ohne ihn aufblühen. Seinen Posten übernimmt übergangsweise der bisherige Technologie-Chef, Derek Burney.

Analysten waren nicht so ganz überrascht von Cowplands Schritt. Corel war in den vergangenen Monaten mehrmals wegen hoher Verluste in die Schlagzeilen geraten. „Vielleicht ist es ihm an die Substanz gegangen“, sagte Bluestone Capital-Analystin Jean Orr. „Obwohl er wirklich mit viel Enthusiasmus an seiner Firma gearbeitet hat, glaube ich, dass es jeden ab einem gewissen Punkt einfach fertig macht. Es war wirklich nicht einfach in den vergangenen Jahren und ich denke, dafür müssen die Leute ihren Tribut zahlen, jeder, ohne Ausnahme.“

Corel war früher bekannt für sein Textverarbeitungs- und Grafiksoftware. Letztes Jahr erfolgte der Einstieg in den Linux-Markt. Schon seit längerem kämpft das Unternehmen gegen Geldnot und stagnierende Verkäufe bei seinen älteren Produktlinien. Um das erklärte Sparziel von 40 Millionen Dollar pro Jahr zu erreichen, hat Corel im Juni 21 Prozent seiner Belegschaft entlassen.

Gegen Cowpland laufen momentan auch drei Anklagen. Zweimal wird ihm ein Verstoss gegen die Sicherheitsgesetze vorgeworfen.

Kontakt:
Corel, Tel.: 0130/815074

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