Decss: Kann Hollywood Linux-DVD verbieten?

Prozess in New York fortgesetzt / Studios hoffen auf schnelles Ende

Die großen Hollywood-Studios, die gerade in den USA einen Prozess um die Verbreitung von Decss führen, hoffen auf eine Ende des Prozesses noch in dieser Woche. Metro-Goldwyn-Mayer, Time Warner, Seagram und ihre Konkurrenten verklagen Eric Corley, weil er auf Sites mit Decss gelinkt hat. Decss war eigentlich als DVD-Softwareplayer für Linux gedacht. Das Problem: Die Software knackt nicht nicht die Verschlüsselung der DVDs sonder ermöglicht auch das Speichern der Inhalte auf der Festplatte.

Corley und die Ankläger hatten bis 8. August Zeit, kurze Argument-Sammlungen zu erstellen. Danach wollte Bezirksrichter Lewis Kaplan entscheiden, ob Computercode freie Rede und als solche geschützt ist oder nicht.

„Diese Argument-Sammlungen waren der letzte Schritt vor der Entscheidung“, sagte der Studio-Anwalt Charles Sims, der auch die Motion Picture Association of America (MPAA) vertritt.

Die Ankläger fühlen sich durch eine einstweilige Verfügung gestärkt, die Richter Kaplan bereits gegen die Veröffentlichung des Codes erlassen hatte. Der Verteidiger von Corley, David Atlas, hat bereits angekündigt, im Fall einer Verurteilung in Berufung zu gehen. „Unabhängig vom Ausgang des Urteils wird dieser Fall wahrscheinlich bis vors Oberste Gericht gebracht.“

Themenseiten: Software

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
Content Loading ...
Whitepaper

ZDNet für mobile Geräte
ZDNet-App für Android herunterladen Lesen Sie ZDNet-Artikel in Google Currents ZDNet-App für iOS

Artikel empfehlen:

Neueste Kommentare 

Noch keine Kommentare zu Decss: Kann Hollywood Linux-DVD verbieten?

Kommentar hinzufügen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *