Teilerfolg im Kampf gegen Carnivore

Richter gibt FBI zehn Tage, um Veröffentlichung vorzubereiten

Ein Bundesrichter hat dem FBI zehn Arbeitstage Zeit gegeben, um sich auf die Veröffentlichung von Detail-Informationen zum Mail-Überwachungs-System Carnivore vorzubereiten. Dann müssen die Agenten einen Zeitplan vorlegen, bis wann sie einer Bürgerrechtsgruppe die Informationen übergeben. Die Organisation hatte auf der Grundlage des Freedom of Information-Gesetztes auf die Herausgabe der Daten geklagt.

Das Electronic Privacy Information Center (EPIC) hatte bereits am 12. Juli die Akteneinsicht eingefordert. Bisher ist allerdings nichts geschehen. Durch die Klage wollten sie jetzt erreichen, dass ihre Anfrage als besonders dringlich eingestuft wird.

Die Carnivore-Software wurde in den letzten drei Jahren entwickelt und erlaubt es den Agenten, jeglichen E-Mail-Verkehr mitzulesen, sobald die Hardware der Bundespolizei an die Mailserver eines Internet Service Providers (ISP) angeschlossen ist.

Carnivore entsteht unabhängig vom geheimen Spionageprojekt Echelon, demonstriert dennoch eindrücklich, wie wenig der Schutz der Privatsphäre in der digitalen Welt zählt. ZDNet hat zu der Entstehungsgeschichte, der Wirkungsweise sowie den Zielen und Hintermännern von Echelon einen internationalen News Report zusammengestellt.

Themenseiten: Datenschutz, Echelon, National Security Agency, Privacy, Telekommunikation

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