T-Mobil-Börsengang kann sich verzögern

Telekom will rechtliche Details der Voicestream-Übernahme klären

Die milliardenschwere Übernahme des amerikanischen Mobilfunkanbieters Voicestream könnte den Börsengang der Telekom-Tochter T-Mobil verzögern. Das Unternehmen erklärte laut „Financial Times Deutschland“, dass untersucht werden müsse, welche rechtliche Bedeutung Voicestream für den Börsengang habe.

Dieser war ursprünglich für Oktober angesetzt worden (ZDNet berichtete). An Spekulationen über eine eventuelle Verschiebung wollte sich die Deutsche Telekom (Börse Frankfurt: DTE) nicht beteiligen.

Das Unternehmen hatte die Übernahme für 50,7 Milliarden Dollar am Montag bekannt gegeben. Voicestream ist nach Angaben des Bonner Unternehmens der einzige US-Mobilfunkanbieter, der über ein landesweites GSM-Netz verfügt. Gemessen an der Zahl erreichbarer Kunden bei Mehrheitsbeteiligungen werde ein Verbund mit rund 375 Millionen potenziellen Usern geschaffen.

Die Transaktion erfolgt im wesentlich über einen Aktientausch. Den Voicestream-Aktionären werden 3,2 Telekom-Aktien plus 30 US-Dollar pro Anteilsschein geboten. Gerechnet auf 259 Millionen Voicestream-Aktien entspricht dies auf Basis des Schlusskurses der T-Aktie am vergangenen Freitag in Frankfurt einem Gebot von 50,7 Milliarden Dollar. Die Deutsche Telekom wird dazu 828,8 Millionen T-Aktien aus dem Kapital ausgeben, das von der letzten Hauptversammlung im Mai genehmigt wurde.

Im Lauf des ersten Halbjahres 2001 soll der Deal abgeschlossen sein. Erste Gerüchte einer Übernahme waren vor knapp zwei Wochen aufgekommen. Damals war von einer Übernahmesumme in Höhe von 30 Millarden Dollar die Rede. Davor stand für lange Zeit das amerikanische Telekommunikationsunternehmen Sprint sowie Cable and Wirelles und Qwest auf dem Wunschzettel des Ex-Monopolisten.

Kontakt: Deutsche Telekom, Tel.: 0800-3300700
Voicestream, Tel.: 001425/6535027

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