Disney-Tochter verkauft nach Pleite Kundendaten

Gericht genehmigt Deal trotz Bedenken von 39 US-Bundesstaaten

Die pleite gegangene Disney-Tochterfirma Toysmart darf ihre Kundenliste verkaufen, um Gläubiger bezahlen zu können. Die oberste Handelsbehörde der USA, die Federal Trade Commission (FTC) hat den Deal unter der Auflage genehmigt, dass sich der neue Besitzer an die bisherigen Datenschutzrichtlinien von Toysmart hält.

Die Anwälte von Toysmart bieten die Kundenliste für 25.000 Dollar an und sprechen von einem Schnäppchen. Die in Maine ansässige Firma Digital Research hat bereits Interesse an den Daten bekundet. Ihr Präsident, Bob Domine, beteuerte, die Datenschutzrichtlinien von Toysmart einhalten zu wollen. Der bisher mit 60 Prozent an Toysmart beteiligte Disney-Konzern hat angekündigt, im Falle eines Placet durch das Konkurs-Gericht die Kundendaten kaufen und ins Archiv wandern zu lassen.

Das letzte Wort in dem Fall könnte noch nicht gesprochen sein: Die Obersten Staatsanwälte von 39 US-Bundesstaaten haben das zuständige Konkurs-Gericht gebeten, den Verkauf der Kundendaten zu stoppen. „Die Entscheidung von Toysmart ihre Kundenliste zu verkaufen bricht das Versprechen an die Verbraucher, die dachten ihre persönlichen Informationen wären sicher“, sagte der Generalstaatsanwalt von Massachusetts, Tom Reilly. Falls das Gericht nicht noch anders entscheidet, können die Daten an den Meistbietenden verkauft werden.

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