ZDNet bietet Internet-Beschleuniger

Preisgekröntes Tool zum Download bereit

Die Syntion AG aus München wurde am Dienstag mit dem Philip-Morris-Forschungspreis ausgezeichnet. Das Unternehmen hat einen Java-Beschleuniger namens „Jaccelerator“ entwickelt, den ZDNet nun zum Download für den Internet Explorer und den Navigator anbietet.

Der Jaccelerator lässt Sites mit entsprechenden Java-Anwendungen doppelt so schnell wie bisher hochfahren, versprechen die Entwickler. Dazu kommt eine „syntaxorientierte Kodierung“ zum Einsatz. Die Firmenchefs Peter Eck, Rolf Matzner und Changsong Xie versprechen noch mehr: Bis zum Faktor 30 soll das Tool künftig den Seitenaufbau beschleunigen können.

„Der Server schafft eine Kompression vom Faktor fünf im Verhältnis zu den Original-Java-Klassen. Eine Beschleunigung mit dem Faktor 30 kann durch die kommerzielle Version mit dem Zusatz ‚Jampagne‘ erreicht werden“, erläuterte Syntion-Sprecher Markus Batscheider gegenüber ZDNet. Die kommerzielle Version soll noch in diesem Monat auf den Markt kommen. Ein Preis steht laut Batscheider noch nicht fest: „Der Einsatz des Jaccelerators und von Jampagne ist eher für große Unternehmen wie Banken sinnvoll.“

Der Jaccelerator basiert auf einem Client/Server-Modell. Die Server-Komponente des Tools ist im Webserver des Providers verankert und erstellt komprimierte Archive. Der Jaccelerator-Client installiert sich beim ersten Besuch einer Jaccelerator-beschleunigten Website automatisch im Browser – nach Bestätigung durch den Nutzer. Damit ist der Browser für alle Jaccelerator-beschleunigten Angebote gerüstet. Er lädt nun automatisch die komprimierten Java-Klassen und entpackt diese während des Downloads in Echtzeit. So kann der Internet-Nutzer am heimischen PC Online-Kosten einsparen.

„Dem Endnutzer entstehen keine Kosten, da der Client kostenlos ist. Er verfügt sowohl über die Jaccelerator- als auch die Jampagne-Funktionalität“, so Batscheider weiter. „Die Beschleunigung wird durch eine zusätzliche Modularisierung der komprimierten Applets erzielt. Die Modularisierung ist eine ’subjektive Beschleunigung‘, das bedeutet, dass der Benutzer das Applet kann schon mit einem Bruchteil des empfangenen Codes starten kann. Der Eingang der Startklassen reicht dazu aus. Im Hintergrund wird zwischenzeitlich der Rest des Applets nachgeladen“, so der Sprecher.

Kontakt:
Syntion (erst ab 24. Juli zu erreichen), Tel.: 089/5230450

Themenseiten: Software, Telekommunikation

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