FBI besorgt: Japaner wollen US-Provider kaufen

Globalisierung der Telefonnetze bereitet der US-Regierung Kopfschmerzen

Die US-Bundespolizei FBI hat gegenüber dem Finanzministerium der Vereinigten Staaten ihre Bedenken über die geplante Übernahme des Internet Service Providers Verio durch den japanischen Telefonriesen Nippon Telegraph & Telephone (NTT) geäußert. Auf die Deutsche Telekom (Börse Frankfurt: DTE) könnte bei einer Übernahme von Sprint ein ähnliches Verfahren zukommen.

Momentan findet eine 45-tägige Überprüfung des Verio-Deals durch das Komitee für ausländische Investitionen in den Vereinigten Staaten statt. Ein Sprecher der NTT bestätigte gegenüber ZDNet, dass die Kommission eine Reaktion auf Befürchtungen des FBIs sei. Die Agenten haben Angst, in Zukunft keinen ungehinderten Zugang zu den Leitungen des ISPs zu erhalten, wenn sie jemanden überwachen möchten.

Weder beim FBI, noch beim Justiz- oder Wirtschaftsministerium war ein Sprecher zu einem Kommentar bereit. Doch der NTT-Deal ist kein Einzelfall. Bereits früher wurden Unternehmen von FBI, Justizministerium und Pentagon abgeklopft, bevor sie US-Firmen übernehmen durften. Als die britische Vodafone den Mobilfunk-Zweig von Bell Atlantic kaufte, wurde ebenfalls über eine Überprüfung nachgedacht.

Falls die Deutsche Telekom Sprint kauft, ist analog eine Untersuchung des Geschäfts wahrscheinlich. Letzte Woche haben 30 Senatoren an den Vorsitzenden der Bundeskommission für Nachrichtenwesen, William Kennard, geschrieben (ZDNet berichtete). Sie forderten eine genaue Überprüfung, weil die Deutsche Telekom noch immer mehrheitlich im Besitz des Staates ist. Die Telekom hat bereits zu Bedenken gegeben, dass ein solcher Deal vermutlich von nationalen Sicherheitsinteressen erschwert würde.

Kontakt: Deutsche Telekom, Tel.: 0800-3300700

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