Deutscher Microsoft-Chef freut sich auf die Berufung

Rudolf Gallist vergleicht Microsoft-Prozeß mit dem Verfahren gegen IBM

Für Microsofts Deutschland-Chef Rudolf Gallist, 45, war das von Richter Thomas Jackson festgesetzte Strafmass keine Überraschung. „Das ist ja keine wirkliche Nachricht, schließlich steht das Urteil bereits seit Dezember fest. Ich bin eigentlich froh, dass nun ein Schlusspunkt gesetzt wurde. Jetzt können wir uns ganz auf die zweite Instanz konzentrieren“, erklärte Gallist gegenüber ZDNet.

Gallist weiter: „So ein Berufungsverfahren hat es in der Geschichte ja schon einmal gegeben, etwa beim Kartellprozess gegen IBM. Dort hat das Verfahren 13 Jahre gedauert und das Unternehmen ist unbeschadet daraus hervorgegangen.“

Der deutsche Geschäftsführer schloss sich den Worten seines Bosses Steve Ballmer an, als er sagte: „Ich bin voller Hoffnung, dass es in der zweiten Instanz anders ausgeht als die erste. Wir sehen zum Beispiel in den Finding of Facts des Richters diverse Widersprüche, bei denen werden wir mit unserem Einspruch ansetzen werden. So kommt uns darin der Aspekt des Schadens für die Nutzer viel zu kurz“. Ballmer hatte erst diese Woche in Wien erklärt: „Wir werden in der Berufung das Recht behalten, als Gesamtunternehmen weiterzubestehen, unsere Kunden zu bedienen und die Funktionen von Windows zu erweitern“.

Gallist ist seit Januar 1992 Geschäftsführer der Microsoft GmbH in Unterschleißheim bei München. Er verantwortet den Bereich Mittelstand und die Consumer-Produktlinie von Microsoft. Zuvor war er unter anderem sechs Jahre bei Texas Instruments tätig.

Zum Kartellrechtsverfahren gegen Microsoft hat ZDNet ein Diskussionsforum eingerichtet, in dem Befürworter und Gegner des Prozesses debattieren können. Ein Spezial zum Prozess und den Folgen finden Sie unter „Der Microsoft-Prozess – das Urteil und die Folgen„.

Kontakt:
Microsoft, Tel.: 089/31760

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