Urteil gegen User-Nepp

Programm lief nur bei Weitergabe der User-Daten

Das Landgericht München I hat jetzt eine einstweilige Verfügung gegen den Hersteller eines 300 Mark teuren Texterkennungs-Programms erlassen, der eine Sperre in seine Software eingebaut hatte. Nach 25maligem Aufrufen erschien eine Registrierungs-Maske auf dem Bildschirm, in der persönliche Angaben abgefragt wurden. Wurde der Fragebogen nicht ausgefüllt, lief das Programm nicht mehr.

Ein Nutzer der Software klagte gegen diese Geschäftspraktik. Sein Argument: Er war vor dem Erwerb der Software nicht auf die Ex-oder-Hopp-Registrierung hingewiesen worden. Die Richter entschieden nun: Das Programm darf nicht mehr mit der Sperre verbreitet werden. Dem deutschen Tochterunternehmen des Herstellers wurde es untersagt, die aus der Fragebogen-Aktion gewonnenen Daten „im geschäftlichen Verkehr zu verwenden“. Die Registrierung ohne Notwendigkeit und ohne vorherigen Hinweis nach 25maligem Aufruf des Programms stellt eine Täuschung des Verbrauchers dar.

Themenseiten: Business

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
Content Loading ...
Whitepaper

ZDNet für mobile Geräte
ZDNet-App für Android herunterladen Lesen Sie ZDNet-Artikel in Google Currents ZDNet-App für iOS

Artikel empfehlen:

Neueste Kommentare 

Noch keine Kommentare zu Urteil gegen User-Nepp

Kommentar hinzufügen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *