Erste Crusoe-Handhelds kommen im Juni

PC Expo in New York bringt erste Transmeta-Devices

Eigentlich waren sie für April versprochen (ZDNet berichtete) – nun sollen die ersten Devices mit dem Transmeta-Chip Crusoe aller Voraussicht nach im kommenden Monat zur PC Expo in New York vorgestellt. Diese Ansicht vertrat zumindest der Boss von Transmeta, David Ditzel, in der US-Presse.

Noch sei nicht geklärt, ob es sich beim ersten Crusoe-Produkt um ein komplett ausgestattetes Notebook oder um ein „Webpad“-ähnliches Internet-Appliance handeln wird. „Zur Zeit ist das noch ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den Pad-Jungs und der Notebook-Truppe“, schilderte Ditzel die Situation der Entwicklerteams.

Zwei Arten von Crusoe stehen zur Verfügung: Der TM3120 mit 400 MHz für mobile Kleingeräte und der TM5400 mit 700 MHz für bulligere Laptops. Der wesentliche Unterschied zu herkömmlichen Chips: Die beiden neuen 128-Bit-Prozessoren basieren in erster Linie auf Software und verbrauchen wesentlich weniger Energie.

Der TM 5400 verfügt ähnlich wie die Speedstep-Chips von Intel über ein Powermanagement, das bei Transmeta „Long Run“ heißt. Während Energieverbrauch und Prozessorgeschwindigkeit bei Intel-Chips davon abhängen, ob das Notebook von Akkus oder vom Stromnetz gespeist wird, sollen sich beide Größen bei den Transmeta-Prozessoren nach der jeweiligen Anforderung durch die Software richten.

Der TM 3120 ist laut Transmeta vor allem für den Einsatz in mobilen Zusatzgeräten gedacht, die auf Linux basieren. Er verfügt über einen Cache von 108 KByte, wird in 0,22-Mikron-Technik gefertigt und verbraucht mit einem Watt vergleichsweise wenig Energie. Der TM 5400 hat einen Cache von 400 KByte, wird in 0,18-Mikron-Technik hergestellt und verbraucht ebenfalls ein Watt.

Beide nutzen die sogenannte Morphing-Technologie, um die x86-Befehlssätze in die VLIW-Sprache des Prozessors (very long instruction words) zu übersetzen. Das Revolutionäre an dem neuen Prozessor sei, dass er im Gegensatz zu Konkurrenzprodukten verstärkt auf Software basiert: „Unsere Idee war, nicht länger auf Silizium, sondern auf Software zu setzen, um die Probleme zu lösen“, erklärte der Ditzel. Zusätzlich zu der „Long Run“-Technologie verfügen die Chips auch über einen Schlafmodus, bei dem lediglich 20 Milliwatt verbraucht werden: „Damit können Sie Wochen später zu Ihrem Gerät zurückkehren, und es wird immer noch laufen.“

Da die Chips zu einem großen Teil auf Software basieren, könnten sie leicht per Web nachgerüstet werden.

Alle Informationen zu Crusoe liefert das ZDNet-Spezial „Transmeta Crusoe – Der Wunder-Chip?„.

Kontakt:
Transmeta, Tel.: 001408/9196393

Themenseiten: Hardware, Software

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