Thunderbirds verstehen sich nicht mit KX-Boards

AMD: Es kann zu Problemen kommen / Neuer Chipsatz KZ 133 geplant

Die neuen Athlon-Boards mit dem VIA-Chipsatz KX133 werden nicht mit dem Athlon-Nachfolger Thunderbird laufen. Das bestätigte AMD-Sprecher Jan Gütter gegenüber ZDNet.

„Der KX-Chipsatz wurde speziell für die jetzt erhältlichen Versionen des AMD Athlon im Slot A konzipiert“, erklärt Gütter. Deshalb könne es mit der neuen Version des Athlon (Thunderbird) und dem KX 133 zu Inkompatibilitäten kommen.

Die Lösung des Problems: „Im Juni wird es einen neuen Chipsatz von Via mit dem Namen KZ133 geben, der wird den Thunderbird im Sockel A unterstützen“, so der AMD-Sprecher. „Insofern reden wir hier nur über einen kurzen Zeitraum, nämlich den Übergang vom Slot A zum Sockel A, denn der Thunderbird ist in erster Linie ein Produkt für den Sockel A“, so Gütter weiter.

Grundsätzlich sollten Slot-A-Thunderbirds nicht in die Hände von Endusern kommen, die sie aus Versehen in KX-basierte Boards einbauen könnten. Der Prozessorhersteller verhindert dies dadurch, dass er nur Sockel-A-Thunderbirds, nicht aber Slot-A-Chips an Consumer ausliefern wird.

„Wir liefern Thunderbirds im Slot A ausschließlich an Computerhersteller, die Mainboards mit dem AMD-750 Chipsatz verwenden, um ihnen einen möglichst reibungslosen Übergang von der Slot-A- zur Sockel-A-Infrastruktur zu ermöglichen“, so Gütter.

Der Thunderbird wird offiziell im kommenden Monat vorgestellt werden. Angepeilt ist eine Taktfrequenz von bis zu einem GHz, was der Prozessorhersteller jedoch nicht bestätigen will. AMD hat die ersten Exemplare seiner neuen Generation der Thunderbirds Anfang April an PC-Hersteller ausgeliefert. Damit sollen diese ihre Systeme auf den neuen Prozessor einrichten können.

Thunderbird soll durch einen integrierten 256 KByte großen Level-2-Cache eine deutlich bessere Performance als aktuelle Athlons erreichen. Wird der integrierte Cache auf den vollen Prozessor-Takt hochgetrieben, bringt das gut zehn Prozent mehr Leistung. Kupfer-Schaltungen, die die Transistoren im Prozessor verbinden, ermöglichen höhere Geschwindigkeiten.

Außer dem Thunderbird-Kern hat AMD noch weitere Prototypen in Arbeit, die in der zweiten Hälfte des Jahres der Öffentlichkeit präsentiert werden sollen: Duron (ehemals Spitfire), der vor allem in preiswerten PCs zum Einsatz kommen soll. Zudem Mustang, der in Zukunft in Hoch-Performance-Desktops laufen soll und als erster mobiler Athlon gedacht ist.

Mustang wird unter anderem größere integrierte Caches haben. Aktuelles und Grundlegendes zu Prozessoren und Mainboards von AMD über Intel bis Cyrix bietet ein ZDNet-Special.

Kontakt:
AMD, Tel.: 089/450530

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