US-Justizministerium informiert Weißes Haus

Maßnahmen gegen Microsoft sind bereits beschlossen

Das US-Justizministerium hat die Beamten des Weißen Hauses in Washington von seinen beabsichtigten Maßnahmen gegen das Monopol von Microsoft (Börse Frankfurt: MSF) in Kenntnis gesetzt. Der Katalog soll noch diese Woche an Richter Thomas Jackson weitergegeben werden, der diesen in seinem Urteilsspruch berücksichtigen soll.

Der Bundesstaatsanwalt und oberste Kartellwächter der USA, Joel Klein, informierte das Team um Präsident Bill Clintons Chefökonomen Lawrence Summers, Gene Sperling, Beth Nolan und Martin Bailey. Clinton und sein Stellvertreter sowie Präsidentschaftskandidat Al Gore waren selbst nicht zugegen.

„Wir behandeln hier nur wirtschaftliche Belange“, erklärte Summers. „Ich habe so das Gefühl, jeder ist sich bewusst, dass es sich hier um eine Angelegenheit von großer finanzieller Tragweite handelt.“ Wie berichtet, wird nach Angaben der führenden Tageszeitungen der Vereinigten Staaten auf Regierungsebene eine Aufteilung von Microsoft diskutiert.

Den Zeitungsberichten zufolge soll das Unternehmen in die Bereiche Betriebssysteme und Anwendungen gesplittet werden. Möglich sei auch ein dritter Teilbereich, der sich speziell um Internet-Software und Anwendungen dreht.

Microsoft war Anfang des Monats wegen des Verstoßes gegen US-Kartellgesetze schuldig gesprochen worden. Richter Jackson erklärte, der weltgrößte Software-Konzern habe seine Marktmacht missbraucht, um im Internet-Geschäft Konkurrenten aus dem Geschäft zu verdrängen. Das Strafmaß muss vom Richter erst noch verhängt werden.

Zum Kartellrechtsverfahren gegen Microsoft hat ZDNet ein Diskussionsforum eingerichtet, in dem Befürworter und Gegner des Prozesses debattieren können. Ein Spezial zum Prozess und den Folgen finden Sie unter „Der Microsoft-Prozess – das Urteil und die Folgen„.

Kontakt:
Microsoft, Tel.: 089/31760

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