Mobil-Verschlüsselung ECC geknackt

Sicherheitsfirma hatte Wettbewerb ausgeschrieben

Die Verschlüsselungsmethode ECC, die als zukünftiger Standard für den Datenaustausch bei mobilen Geräten gilt, ist geknackt worden. Das teilte ein internationales Team von Forschern unter Leitung von Robert Hurley vom Nationalen Französischen Institut zur Erforschung der Computerwissenschaft und -kontrolle (INRIA), mit.

Die Tüftler haben den 108-Bit-Schlüssel einer zerhäkselten Nachricht nach vier Monaten mithilfe der Arbeit von 9500 Computern gefunden. „Es ist die bisher größte Gemeinschaftsarbeit in der Geschichte des Internets“, sagte der Präsident der Sicherheitsfirma 4-K Associates, Rohit Khare, die an dem Projekt mitgearbeitet hatte. „Seti@home“ hat zwar mehr Teilnehmer, aber wir haben mehr Berechnungen durchgeführt.“ Seti@home ist ein Projekt, bei dem anstelle eines Bildschirmschoners beim PC ein kleines Programm gestartet wird, das Satelliten-Daten auf der Suche nach Außerirdischen auswertet (ZDNet berichtete).

Die Verschlüsselungsmethode, die als elliptische Kurven-Kryptographie oder ECC bekannt ist, wird in zahlreichen drahtlosen Applikationen verwendet wie in Telefonen und Handhelds. Solche Anwendungen profitieren davon, dass der Algorithmus mit wenig Rechenaufwand zu erstellen und decodieren ist, was vor allem den stromschwachen Kleingeräten zugute kommt. Das heißt aber nicht, dass der Code einfach zu knacken war: Insgesamt wurden zwei Millionen mögliche Lösungen erstellt.

In Zukunft, so Rohit Khare, wird der Verschlüsselungs-Standard für drahtlose Geräte wohl viel stärker sein. „Das ist eine Schlüsseltechnologie für Wireless. Was wir getan haben, war, die Zukunft ein wenig sicherer zu machen.“

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