Web Standards Project klagt WinMe-Explorer an

"Software ist proprietär"

Die US-Entwicklervereinigung Web Standards Project hat öffentlich Klage gegen Microsoft (Börse Frankfurt: MSF) erhoben. Der Grund: Der Internet Explorer im am Wochenende vorgestellten neuen Betriebssystem Windows Me „ist proprietär“.

Das Project kritisiert, dass die jüngste Version des Explorer Standards unterstütze, die nur von Microsoft selbst genutzt würden. Infolge würden viele Sites nur mehr für den WinMe-Explorer ausgelegt, Konkurrenz-Browser blieben auf solchen Sites blind. Der Project-Manager Jeffrey Zeldman aus New York erklärte: „Sie scheinen die Ansicht zu vertreten ‚Wir sind die Marktführer, wir können tun was wir wollen und auf allgemeingültige Standards pfeifen'“.

Microsoft erklärte mittlerweile, man habe nie behauptet, 100 Prozent aller vom World Wide Web Consortium (W3C) verabschiedeten Standards zu unterstützen. Auf der entsprechenden Entwickler-Site von Microsoft häufen sich indes die kritischen Anmerkungen. Viele der Kommentare zum neuen Explorer in Windows Me schlagen in die selbe Kerbe wie das Web Standards Project.

Anfang dieses Monats hatte Richter Thomas Jackson Microsoft wegen des Verstoßes gegen US-Kartellgesetze schuldig gesprochen. Jackson warf Microsoft in seinem Urteil vor, illegal seinen Browser mit dem Betriebssystem Windows verknüpft zu haben, um dadurch den Konkurrenten Netscape aus dem Markt zu drängen.

Zum Kartellrechtsverfahren gegen Microsoft hat ZDNet ein Diskussionsforum eingerichtet, in dem Befürworter und Gegner des Prozesses debattieren können. Ein Spezial zum Prozess und den Folgen finden Sie hier Der Microsoft-Prozess – das Urteil und die Folgen.

Kontakt:
Microsoft, Tel.: 089/31760

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