Microsoft mit Terminproblemen

Der Prozess frisst die Zeit der Top-Manager auf

Nach zwei Jahren juristischer Auseinandersetzungen zeigt der Kartellprozess gegen Microsoft (Börse Frankfurt: MSF) mittlerweile Wirkung bei der Entwicklung neuer Produkte. Der Chef des Redmonder Konzerns, Steve Ballmer, hatte im Januar die Next Generation Windows Services angekündigt, die „mindestens so signifikante Auswirkungen wie die Einführung von Windows 95“ haben sollten.

Eine genauere Definition, was die NGWS enthalten, sollte diesen Monat erfolgen. Jetzt wurde der Termin auf Ende Mai verschoben. Eine Microsoft-Sprecherin, gab ansonsten keine Auskünfte zu den Gründen für die Terminverschiebung.

Sowohl Steve Ballmer als auch Chef-Softwareentwickler Bill Gates hatten in den vergangenen Wochen öffentlich zugegeben, dass der Prozess einen großen Teil ihrer Zeit beanspruche. Firmennahe Stellen schätzen, dass zudem mindestens sechs Top-Manager ihre Zeit zwischen regulären Aufgaben und Bearbeitung von Akten für den Kartellprozess aufteilen müssen. Seit der Veröffentlichung der „Finding of Facts“ von Richter Thomas Jackson im November vergangenen Jahres sind 110 Klagen gegen Microsoft eingereicht worden. Auch Erzrivale Sun überlegt, eine eigene Kartellklage gegen den Softwarekonzern in Redmond einzureichen. Wirtschaftsanalysten sind sicher, dass weitere Klagen folgen werden.

Zum Kartellrechtsverfahren gegen Microsoft hat ZDNet ein Diskussionsforum eingerichtet, in dem Befürworter und Gegner des Prozesses debattieren können. Ein Spezial zum Prozess und den Folgen finden Sie hier Der Microsoft-Prozess – das Urteil und die Folgen.

Kontakt:
Microsoft, Tel.: 089/31760

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