Serengeti darf nicht sterben

Verschiebt Sun die kommende Server-Generation mit Ultrasparc-III-Chip?

Sun Microsystems (Börse Frankfurt: SSY) muss laut Insider-Berichten seine neue Servergeneration namens „Serengeti“ verschieben. Die Rechner sollen unter Solaris laufen und mit dem neuen Ultrasparc-III-Chip „Cheetah“ ausgerüstet sein. Doch genau hier liegt das Problem: Der 64-Bit-Chip wird angeblich nicht rechtzeitig fertig werden.

Ursprünglich war das Erscheinen des Ultrasparc III für Ende 1999 vorgesehen, nun stellt Sun „Mitte 2000“ in Aussicht. Ein Unternehmenssprecher erklärte gegenüber ZDNet, man ließe gerade die Massenproduktion anlaufen. Zunächst komme eine Serengeti-Workstation, später folgten Mid- und High-Range-Server.

Aber der Analyst von Merrill Lynch Steve Milunovich hat andere Informationen: „Wir gehen von einer Verschiebung der Ultrasparc-III-basierten Server auf Ende des Jahres aus“. Sun müsse zunächst noch einige Bugs beseitigen und erfreue sich eines zufriedenstellenden Absatzes der aktuellen Server-Linien. Weitere „unternehmensnahe Quellen“ sprechen von einem Release „nicht vor 2001“.

Der 64-Bit-Mikroprozessor, der zunächst in 600-MHz- und 750-MHz-Versionen verfügbar sein soll, ermöglicht aufgrund seiner Binär-Kompatibilität zu bisherigen 32- und 64-Bit-Sparc-Chips den Einsatz von bereits vorhandener Applikationssoftware. Bei Cheetah hat Sun Innovationen in den Bereichen Massives Multiprocessing, Non-Uniform Memory Access (NUMA), High-Bandwidth Memory I/O und Scalable Shared Memory (SSM) vorgenommen.

Die CPU unterstützt auf dem NUMA-Konzept basierende Systeme und nutzt bei der Verarbeitung von Non-Uniform Memory-Zugriffen die Multi-Processing- und Multi-Threading-Features des Prozessors weitestmöglich aus. Der integrierte Memory-Controller erlaubt Speicherzugriffe mit bis zu 2,4 GBit/s.

Der Ultrasparc III unterstützt darüber hinaus das Skalierbare Shared Memory- (SSM-) Konzept und stellt damit die System-Kohärenz über alle Prozessoren sicher. Durch den Einsatz des SSM-Konzeptes können Ultrasparc III Prozessorsysteme, die aus wenigen CPUs bestehen, mit einer Hand voll externen Schaltungen um Hunderte von Prozessoren erweitert werden.

Gemäß seiner Prozessor-Roadmap will Sun seine Sparc-Architektur bis 2002 auf Frequenzen von einem GHz optimieren.

Kontakt:
Sun Microsystems, Tel.: 089/460080

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