Grüne fordern Verfahren gegen Microsoft

Kartellamt soll deutschen Zweig des Software-Konzerns überprüfen

Droht Microsoft (Börse Frankfurt: MSF) nun auch ein Kartellrechtsverfahren in Deutschland? Die Bundestagsabgeordnete Margarete Wolf (Bündnis 90 / Die Grünen) hat die Prüfung eines solches Verfahrens gegen Microsoft Deutschland gefordert.

„Microsoft hat seine marktbeherrschende Stellung nicht nur in den USA zum Schaden von Verbrauchern und Wettbewerbern missbraucht“, führt die hessische Abgeordnete aus. Es gebe Anzeichen dafür, dass Microsoft derzeit versucht, auch bei der Software für Netzwerkcomputer eine marktbeherrschende Stellung aufzubauen.

Die Microsoft Deutschland GmbH sei eine eigenständige Rechtspersönlichkeit. Die Herstellung fairer Wettbewerbsbedingungen in Deutschland könne nicht den USA überlassen werden. „Der Bundeswirtschaftsminister sollte das Kartellamt dazu auffordern, die Notwendigkeit eines Verfahrens gegen Microsoft Deutschland zu prüfen“, fordert Wolf.

Die Gestaltung der wichtigsten Systeme für die Informationsgesellschaft könne nicht einem Unternehmen überlassen werden. Verbraucher müssten wieder die Möglichkeit erhalten, aus einer breiten Angebotspalette auszuwählen.

Zum Kartellrechtsverfahren gegen Microsoft hat ZDNet ein Diskussionsforum eingerichtet, in dem Befürworter und Gegner des Prozesses debattieren können. Ein Spezial zum Prozess und den Folgen finden Sie hier Der Microsoft-Prozess – das Urteil und die Folgen.

Kontakt:
Bundestagsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen, Tel.: 030/22755518
Microsoft, Tel.: 089/31760

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