„Never stop hoping“: Infineon überzeichnet

Wer bekommt wieviel? Entscheidung am Sonntag

Viele Anleger erhoffen sich vom Börsengang der Siemens-Tochter Infineon am kommenden Montag das große Geld – und werden wohl in die Röhre schauen. Das Bankenkonsortium will zwar erst am Sonntag mittag Details bekanntgeben, eines steht jedoch jetzt schon fest: Die Emmission ist hoffnungslos überzeichnet.

Die beteiligten Banken würden am Montag „tierische Probleme“ bekommen, teilte ein Mitglied des Konsortiums gegenüber ZDNet mit. Es sei zu befürchten, dass Millionen von Privatanlegern am Montag die Hotlines und Websites der Banken mit ihren Nachfragen zum Erlahmen bringen. Infineon sei gemessen an der Nachfrage die „größte Emission der europäischen Börsengeschichte“, der Börsengang der Telekom vor drei Jahren eingeschlossen.

Die Zeichnungsbücher für den Börsengang von Infineon sind am Freitag um 16 Uhr geschlossen worden. Danach brüteten die Banken über einem Verteilungsschlüssel. Angesichts einer 30-fachen Überzeichnung erscheint ein Losverfahren als wahrscheinlich. Aufgrund der großen Nachfrage wird der Emmissionspreis aller Voraussicht nach am oberen Ende der Preisspanne, also bei 35 Euro, liegen. Die Graumarktkurse für das begehrt Papier (WKN 623100) liegen derzeit bei rund 90 Euro.

Spannend wird es für Besitzer eines Online-Depots: Beim Going-Public der „Portal“-Site Web.de vor wenigen Wochen war beispielsweise die Site der Comdirect-Bank (www.comdirect.de) aufgrund der großen Nachfrage nahezu den ganzen Tag nicht zu erreichen.

Der Umsatz im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres (1. Oktober 1999 bis 31. Dezember 1999) ist nach Angaben von Infineon um 81 Prozent von 851 Millionen Euro auf 1,54 Milliarden Euro (rund 3,01 Milliarden Mark) gestiegen, der Gewinn wuchs im gleichen Zeitraum von minus 52 Millionen Euro auf plus 245 Millionen Euro (479 Millionen Mark).

Kontakt:
Infineon Technologies, Tel.: 01802/000404

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