US-Studie: Sexsüchtig durchs Internet

Besonders gefährdet: "Frauen, Schwule und andere Unterprivilegierte"

Das Internet dampft vor Sex. Diese Ansicht vertreten Wissenschaftler des Marital and Sexuality Centre (sex-centre.com/index.htm) in San Jose, Kalifornien. Das Überangebot an pornografischen Sites, sexuell eingefärbten Chats und die Verlockungen von Live-Peep-Shows könnten zu einer Sexsucht ganz neuer Art führen, so das Ergebnis einer neuen Studie des Zentrums namens „Sexsucht und -zwang: Wie man sie behandelt und verhindert“ (sex-centre.com/…).

„Für die überwiegende Mehrheit der Anwender ist Sex überhaupt kein Problem, für einige aber ein sehr großes“, wertet Dr. Al Cooper, Psychologe an der Stanford University, die von ihm geleitete Studie aus. Besonders gefährdet sind seiner Meinung nach „Frauen, schwule Männer und andere Unterprivilegierte“.

„Das Internet ist das erste Medium, das diesen Gruppen echte Freiheit und unbegrenzten Zugriff auf sexuelles Material bietet“, erklärte Cooper. „Und das sind sie – anders als heterosexuelle Männer – nicht gewohnt. Es ist, als ob man Kinder in einem Süßigkeitenladen aussetzt.“

Mitte vergangenen Jahres hatten Steve Lawrence und Lee Giles vom NEC Forschungsinstitut in einer Studie festgestellt, dass das Internet rund 800 Millionen Seiten, über 180 Millionen Bilder oder 15 Terabyte an Daten enthält. Entgegen der vorherrschenden Meinung hatten die Forscher allerdings herausgefunden, dass nur 1,5 Prozent aller Web-Sites pornographische Inhalte haben.

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