Geldautomat „Watson“ prüft die Iris, surft im Web

Studie des Geldautomaten von morgen auf CeBIT vorgestellt

Hannover – Diebold (www.diebold.com) führt auf der CeBIT in Halle 18, Stand A 07 (1. Stock) einen Bankautomaten der Zukunft. „Watson“ kann den Kunden nicht nur an seiner Iris erkennen und persönlich begrüßen, er passt die Bildschirmhöhe auch individuell an die Größe des Kunden an, lädt ihn zum Surfen im Web ein und bietet die Möglichkeit, per Touchscreen Tickets zu kaufen, beispielsweise für ein Fußballspiel.

„Bei diesem Gerät handelt es sich allerdings nur um eine Studie, es wird frühestens in zwei bis fünf Jahren erhältlich sein“, stellt Diebold-Manager Mark Rechner gegenüber ZDNet klar. Das US-Unternehmen mit Stammsitz in Canton, Ohio, hat nach seinen Angaben derzeit bei einer texanischen Bank mehrere Gelautomaten in Betrieb, die den Kunden an seiner Iris erkennen. Dadurch entfällt das umständliche Hantieren mit Karten und Pins.

Im Gegensatz zu noch aktuellen Modellen, die zwischen 20.000 und 30.000 Dollar kosten, passt sich „Watson“ der körperlicher Statur an des Kunden an. Bei einem besonders großen Kunden erhöht sich die Bedienerkonsole und der Bildschirm neigt sich, damit der Betrachter das Display besser sehen kann. Bei kleineren Personen oder Rollstuhlfahrern senkt sich die Bedienerkonsole und der Bildschirm richtet sich auf, um in eine annähernd vertikale Position zu gelangen.

Wenn ältere oder sehschwache Personen bei der Bedienung des Geräts Probleme haben, werden die Software-Tastatur und Buchstaben am Bildschirm automatisch vergrößert. Blinde können ihre Transaktionen mit einem integrierten Telefongerät durchführen, der Bildschirm bleibt dabei aus Sicherheitsgründen ausgeschaltet.

Mit „Watson“ soll der Kunde zudem über die Internet-Schnittstelle aktuelle Information von jedem Online- oder jedem Finanzdienstleister erhalten können. Anhand der gespeicherten Daten können Nutzer des High-tech-Automaten darüber hinaus schnell diejenigen Seiten aufrufen, die sie persönlich interessieren, zum Beispiel Börsen- oder Zeitungsberichte. Ein eingebauter Laserfarbdrucker druckt Kontoauszüge, Informationen aus der Tagespresse und auch Eintrittskarten. Ein Kartenausgabe- und Geldeinzahlungsgerät sind weitere denkbare Funktionen. Kein Wunder, dass „Watson“ nach Angaben des Unternehmens „um die 70.000 Dollar“ kosten soll.

Kontakt:
Diebold, Tel.: 001330/4904000

Themenseiten: Hardware

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
Content Loading ...
Whitepaper

ZDNet für mobile Geräte
ZDNet-App für Android herunterladen Lesen Sie ZDNet-Artikel in Google Currents ZDNet-App für iOS

Artikel empfehlen:

Neueste Kommentare 

Noch keine Kommentare zu Geldautomat „Watson“ prüft die Iris, surft im Web

Kommentar hinzufügen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *