Novell prangert Sicherheitsloch in Win2000 an

Administratoren erhalten zu viele Rechte / Microsoft dementiert

Novell hat nach eigenen Angaben ein Sicherheitsloch in Windows 2000 aufgedeckt, doch Microsoft (Börse Frankfurt: MSF) dementiert dies heftig. Die Erstauslieferung des neuen Betriebssystems steht in den USA für übermorgen an.

Nach Angaben von Novell tut sich die Lücke im Verzeichnisdienst Active Directory auf, das eine der Säulen des Windows 2000 Server ist. Mit dem Directory können an ein Netzwerk angeschlossene Komponenten verwaltet werden. Konkret trete das Problem beim Verteilen von Zugängen auf. Administratoren sollten nur eingeschränkten Zugang auf bestimmte Bereiche des Netzwerkes erhalten, tatsächlich könne ein Anwender aber alle Bereiche des verwalteten Netzes einsehen.

Das Active Directory von Microsoft steht in Konkurrenz zum Novell Directory Service (NDS), der in einem hierarchisch geordneten Verzeichnisbaum Informationen über sämtliche Netzwerk-Ressourcen aufzeigt. Solche Ressourcen sind zum Beispiel Anwender, Server und Arbeitsgruppen sowie Drucker oder andere Peripheriegeräte. Durch den Verzeichnisdienst erhalten Anwender Zugriff auf bestimmte dieser Ressourcen.

Microsoft-Mitarbeiter widersprechen den Aussagen des Netzwerk-Konkurrenten vehement. „Ein solches Problem gibt es nicht.“ Firmeneigene Programmierer hätten das gesamte vergangene Wochenende über versucht, die besagte Lücke nachzustellen, es sei aber nicht gelungen.

Über technische Details von Windows 2000 und den aktuellen Stand der Entwicklung konkurrierender Betriebssysteme informiert ein umfangreiches ZDNet-Special.

Kontakt:
Microsoft, Tel.: 089/31760

Novell, Tel.: 0211/56310

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