Erste Y2K-Bugs aufgetaucht

Einladungen zu Gerichtsverhandlungen im Jahr 1900 und horrende Mahngebühren

Rund zwei Wochen vor dem Beginn des Jahres 2000 machen sich diesseits und jenseits des Atlantiks die ersten Y2K-Bugs bemerkbar: In München wurden Mahnungen mit Gebühren für ein ganzes Jahrhundert verschickt, in Philadelphia wurden Bürger aufgerufen, zu einer Gerichtsverhandlung im Jahre 1900 zu erscheinen und in Maine wurden vermeintlich 100 Jahre alte Autos als „pferdelose Gefährte“ registriert.

Trotz dieser ersten Anzeichen gehen Experten davon aus, dass mit der Datumsumstellung eher amüsante als ernste Probleme auftauchen werden: „Was Amerika betrifft, sind wir sehr überzeugt, dass es vielleicht einige Unannehmlichkeiten, aber keine tragischen Probleme geben wird“, erklärte der Sprecher des Jahr-2000-Komitees des amerikanischen Senats, Don Meyer.

Ein größeres Problem sehen Fachleute in den sogenannten „Y2K-Viren“. Bis jetzt haben Antivirenexperten sieben solcher Programme aufgestöbert, die entweder ein Jahr-2000-Problem vortäuschen oder mit Beginn des neuen Jahres die Computer beschädigen.

In Deutschland reagiert man auf die ersten Bugs penibel: Nachdem die Münchner Stadtverwaltung Hunderte von überhöhten Rechnungen versandt hatte, erklärte nun ein Sprecher der Stadt, man werde künftig vor dem Versand jede einzelne Rechnung prüfen, damit niemand Mahngebühren für ein ganzes Jahrhundert zahlen müsse.

Mehr zum Jahr-2000-Problem vermittelt ein ZDNet-Spezial zum Thema Wettlauf gegen die Zeit, das ständig aktualisiert wird.

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