Hitachis neuer RISC-Chip integriert DSP

Für Internet-Telefone

Hitachi Semiconductor America hat einen neuen 32-Bit-RISC-Processor namens SH7615 angekündigt, der über einen 16-auf-16-Bit integrierten DSP-Kern (DSP = Digital Signal Processing) und einen On-Chip-Ethernet-Controller verfügt.

Das jüngste Mitglied der Super-H-RISC-Familie von Hitachi zielt auf netzwerkfähige Embedded-Produkte wie etwa Internet-Telefone, Internet Appliances, Drucker oder Sicherheitssysteme. „Durch eine Integration eines 10/100-Ethernet in die Super-H-32-Bit-RISC-Architektur können wir unseren Kunden neuerlich eine Senkung ihrer Kosten und erweiterte Flexibilität anbieten“, frohlockte der Super-H-Manager Peter Carbone.

Um einen hybriden RISC/DSP-Kern mit einem Ethernet MAC (MAC = Media Access Controller) zu kombinieren, will Hitachi eine 0,35-Mikron-CMOS-Technik einsetzen. CMOS (Complementary Metal-Oxide Semiconductor, gesprochen: „simos“) ist ein technisches Verfahren zur Chipherstellung, bei dem mit negativ (NMOS) und positiv (PMOS) geladenen Leitern gearbeitet wird. Entweder sind die positiven oder die negativen Bahnen aktiv – nie beide. Der Vorteil: Die so aufgebauten Prozessoren verbrauchen sehr wenig Energie und geben im Vergleich zu CPUs mit nur einer Ladungsart weniger Wärme ab.

Der SH7615 wird mit 60 MHz getaktet sein und 78 Millionen Fließkommaoperationen in der Sekunde ausführen können. Er arbeitet mit 3,3 Volt. Er wird aller Voraussicht nach 28 Dollar im 10.000er-Paket kosten und ab September 2000 zur Verfügung stehen.

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Kontakt:
Hitachi, Tel.: 0211/529150

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