Jahr 2000: BSI warnt vor Virenflut

Programme verstecken sich in Mails und Glückwunschkarten

Das Jahr geht, die Viren kommen: Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt drei Wochen vor Silvester vor dem verstärkten Auftreten von Viren, Trojanischen Pferden und gefälschter E-Mail.

Der Jahreswechsel werde gerne dazu missbraucht, Programme mit Schadensfunktionen in Umlauf zu bringen, so das BSI. Eine besonders beliebte Methode seien elektronische Glückwunschkarten, die als Datei-Anhang an E-Mails unverlangt zugesandt werden. Angeblich handelt es sich dabei um Animationen zum Weihnachtsfest und Jahreswechsel. Werden diese Programme ausgeführt, erscheinen zwar vielleicht tatsächlich bunte Bildchen auf dem Bildschirm, gleichzeitig können jedoch durch versteckte Programmanweisungen die Daten der Festplatte ausgespäht oder auch gelöscht werden.

Das Amt warnt außerdem vor gefälschten Nachrichten von angeblichen Internet-Providern. Hierbei werden Kunden aufgefordert, Zugangs-Daten, Bankverbindungen oder Kreditkarten-Informationen weiterzuleiten. Als Grund wird angegeben, dass ansonsten eine Sperrung des Internet-Zugangs drohe – wegen angeblicher Probleme mit dem Jahreswechsel von 1999 auf 2000.

Unter dem Deckmantel, Computer beim Übergang zum Jahr 2000 abzusichern, würden ebenfalls Schadensprogramme verbreitet. Die bekanntesten seien bisher Fix2001 (Löschen der Festplatte) sowie J2KCount (Ausspähen von Benutzerdaten). Bevor man daher J2K-Prüfprogramme zum Einsatz bringt, sollte sehr sorgfältig die Quelle geprüft werden, aus der sie stammen.

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