Novell isst selber Cookies

Schmidts Unternehmen nutzt auf seiner Site die "größte Katastrophe der Computerbranche"

„Cookies sind eine der größten Katastrophen der letzten Jahre für die Computerbranche“, wetterte Novell-Chef Eric Schmidt vergangene Woche. „Cookies helfen uns, effizienter zu sein“, heißt es dagegen auf der Website seines eigenen Unternehmens.

Vor wenigen Tagen hatte der Konzernboß auf der Digital Economy Conference in San Francisco beklagt, Cookies hätten seine Kreditkartennummer geklaut (ZDNet berichtete). Zugleich präsentierte Schmidt ein Heilmittel gegen die „gefährlichen Kekse“: Ein „Online Identification Management Service“ namens „Digitalme“, der auf den Novell Directory Services beruht. Mit ihm soll eine übersichtliche und sichere Speicherung von Geheimzahlen und Passwörtern möglich sein.

Das Heilmittel kann Schmidt gleich auf seiner mit Cookies gepflasterten Shopping-Site (shop.novell.com) ausprobieren: Wer in seinem Browser die kleinen Kekschen deaktiviert, kommt nicht in den Genuss von Novell-Büchern und Software, sondern erhält lediglich eine Meldung, dass zur digitalen Shoppingtour bei Novell Cookies aktiviert sein müssen.

Unter www.novell.com/… rühmt Novell die Vorteile von Cookies, die laut Schmidt die Privatsphäre der Anwender verletzen und zu immensen Sicherheitsproblemen führen. Mit ihrer Hilfe könne Novell dem Besucher genau die Sites anzeigen, die er brauche. „Je mehr Sie uns über sich erzählen, desto besser können wir Ihnen helfen, genau die Produkte zu finden, die Sie suchen“, heißt es auf der Site.

Kontakt:
Novell, Tel.: 0211/56310

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