Intel baut Chips mit Antennen

Erste Bluetooth-Anwendung vorgestellt / Marktreife im Sommer 2000

Der Prozessorenhersteller Intel (Börse Frankfurt: INL) hat erstmals ein eigenes Bluetooth-Produkt vorgestellt. Es handelt sich dabei um ein Modul, das mit einer Antenne und Treibern für Windows 98 und 2000 ausgestattet ist. Die Treiber sollen künftig in das neue Betriebssystem von Microsoft (Börse Frankfurt: MSF) integriert werden.

Das Modul soll ab Sommer 2000 in Geräte eingebaut werden, teilte Intel mit. Das Unternehmen nannte keinen Preis für den Minisender, Experten gehen jedoch von rund 30 Dollar aus und rechnen damit, dass das Produkt innerhalb der nächsten Jahre zum Preis von zehn Dollar auch für Notebooks verfügbar sein soll.

In der Demonstration wurde eine Visitenkarte auf einem PC eingescannt und per Bluetooth übertragen – das Bild der Karte erschien kurz darauf auf dem Monitor eines benachbarten Computers.

Bluetooth ist ein offener Standard, der von der Bluetooth Special Interest Group entwickelt wird. Ericsson ist Gründungsmitglied dieser Gruppe, weitere prominente Mitglieder sind bislang Intel, Nokia, Toshiba und IBM (Börse Frankfurt: IBM), aber auch BMW und Casio. Vor wenigen Tagen trat auch Microsoft dem Konsortium bei. Insgesamt gehören der Vereinigung mehr als 700 Firmen an.

Bluetooth soll die Übertragung von Sprache und Daten mit bis zu 1 MBit/s via Funk ermöglichen und damit das Verkabeln von Rechnern, Telefonen und Peripheriegeräten überflüssig machen. Alle Informationen der angebundenen Geräte werden automatisch an einen zentralen Rechner gesandt. Die Reichweite der Funkwellen im Bereich der Ultrahochfrequenz beträgt bis zu 100 Meter.

Kontakt:
Intel, Tel.: 089/9914303

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