Microsoft stellt neue Java Virtual Machine ins Netz

Bietet Fix für jüngsten Java-Bug in Windows

Microsoft (Börse Frankfurt: MSF) hat eine neue Java Virtual Machine (JVM) ins Netz gestellt, die immun gegen den jüngst vom Marburger Studenten Karsten Sohr aufgedeckten Java-Bug im Internet Explorer 4 und 5 machen soll. Die neue JVM ist für Windows 95, 98 und NT vorgesehen und steht unter www.microsoft.com/… zum Download bereit.

Der von Sohr gefundene Fehler erlaubt es Angreifern, mit den Daten auf dem Rechner eines Anwenders zu tun, was sie wollen. Der Bug besteht darin, daß ein „unsicheres Java-Programm“ als sicheres maskiert werden kann, so daß sich dieses via Explorer auf dem Rechner des Anwenders einnisten kann. Der Fehler liegt im Bytecode Verifier des Browsers. Dieser ermöglicht das Erstellen einer „maskierten“ Sequenz, die die JVM nicht als feindlich erkennen kann. Die Princeton University hat eine Demo-Site für das Problem ins Netz gestellt (www.cs.princeton.edu/…).

Ende August hatte das selbe Expertententeam von der Princeton-Uni ein Sicherheitsloch in den meisten Kopien von Windows 95 und allen Kopien von Windows 98 aufgedeckt. Microsoft hatte das Problem bestätigt und von einer „Virtual Machine Sandbox Vulnerability“ gesprochen. Die Sandbox bezeichnet den Sicherheitsmechanismus der JVM.

Kontakt:
Microsoft, Tel.: 089/31760

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