Bundesdatenschützer rügt deutsche Technikfreaks

Deutsche nehmen Datenschutz nicht ernst genug

Im Umgang mit Handys und E-Mail sind die Deutschen nach Ansicht des Bundesbeauftragten für den Datenschutz „nachlässig und ignorant“.

Die Begeisterung über die neuen Kommunikationsmittel ließe viele Bürger den Schutz ihrer eigenen Daten vergessen, sagte der oberste Datenschützer Joachim Jacob.

Da der Informationsfluß weit über den nationalen Bereich hinausginge, dürfe man sich im Datenschutz nicht allein auf den Staat verlassen, sagte Jacob. E-Mails und Handy-Gespräche könnten im Ausland mit anderer Gesetzgebung sehr viel leichter kontrolliert werden. Bei der rasanten technischen Entwicklung hinke der Gesetzgeber automatisch hinterher. Deshalb seien „Selbsthilfe und Eigenverantwortlichkeit“ nötig.

Außerdem forderte der Bundesdatenschutzbeauftragte Erfolgskontrollen bei der Telefonüberwachung, die sich von 1995 bis 1998 auf knapp 10.000 Fälle verdoppelt habe. Deutschland habe damit unter den Demokratien eine Spitzenstellung eingenommen. Bereits am vergangenen Wochenende hatte Jacob kritisiert, daß keine Zahlen über Verlauf, Ergebnis, die genaue Zahl der Betroffenen und die Kosten der Abhörmaßnahmen verfügbar seien. Er kündigte an, mit einer regelmäßigen Berichterstattung für den Bundestag an die Öffentlichkeit zu treten.

ZDNet bietet das bekannte Verschlüsselungsprogramm Pretty Good Privacy in der internationalen Version 5.5.3i (Englisch) für die Betriebssysteme Windows 95, 98 und NT kostenlos zum Download an.

Kontakt: Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz, Tel.: 0228/919950

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