Regulierungsbehörde springt Telekom zur Seite

Streit voll entbrannt: USA verlangen "Öffnung des Telekommunikationsmarktes"

Die amerikanische Handelsbeauftragte Charlene Barshefsky hatte Mitte der Woche Kritik an der Deutschen Telekom (Börse Frankfurt: DTE) geäußert. Im Namen von US-amerikanischen Telekommunikationsunternehmen führte sie an, der Ex-Monopolist ließe nichts unversucht, den deutschen Markt gegen ausländische Telcos abzuschirmen. Die deutschen Behörden sollten schleunigst etwas dagegen unternehmen, sonst würden die USA Klage bei der Welthandelsorganisation (WTO) einreichen.

Diese Äußerungen provozierten eine ungewöhnliche Allianz: Sowohl die Telekom als auch die Regulierungsbehörde wiesen die Aussagen von Frau Barshefsky entschieden zurück. Telekom-Sprecher Ulrich Lissek bezeichnete sie als „absurd“. Der Präsident der Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation, Klaus-Dieter Scheurle, zeigte Unverständnis über die Attacke der Handelsbeauftragten.

Anfang Juli hatte die Regulierungsbehörde eine erste Zwischenbilanz für den Telekommunikationsmarkt 1999 in Deutschland vorgelegt. Demnach rechnet die Behörde im deutschen Telekommunikationsdienstleistungsmarkt mit einem Investitionsvolumen von 13,6 Milliarden Mark. Davon würden allein die neuen Wettbewerber rund 3,7 Milliarden Mark in das Festnetz investieren.

Die Umsätze im deutschen Telekommunikationsmarkt (Telekommunikationsdienstleistungen und -geräte) lagen 1998 bei 106 Milliarden Mark. Dabei umfaßte der Dienstleistungsmarkt ein Volumen von rund 88 Milliarden Mark, der TK-Gerätemarkt 18 Milliarden Mark. Auch für das Jahr 1999 rechnet die Behörde mit einem vergleichbaren Umsatzniveau.

Kontakt: Deutsche Telekom, Tel.: 0800-3300700

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