Motorola verhandelt mit Iridium

Neue Finanzspritze für angeschlagenes Satellitenimperium?

Der IT-Konzern Motorola bestätigte, seit zwei Wochen intensive Verhandlungen mit dem angeschlagenen Satellitennetz-Betreiber Iridium zu führen. Es geht um die Restrukturierung des weltweiten Mobilfunkanbieters durch Motorola. Das Unternehmen hält mit 18 Prozent den größten Anteil an Iridium.

Noch vergangenen Monat hatte Motorola die Möglichkeit eines Konkurses mit nachfolgender Auflösung von Iridium öffentlich in Erwägung gezogen. Nun teilt der Konzern mit, man werde Iridium mit einer neuerlichen Finanzspritze versorgen, wenn die anderen Anteilseigner ebenfalls ihr Scherflein zur Rettung des Unternehmens beitragen.

„Wir haben uns in den vergangenen zwei Wochen intensiv und konstruktiv unterhalten“, erklärte Motorola-Chef Robert Growney. „Wenn andere mitziehen, packen wir es nochmal an“, fügte er hinzu, ohne weitere Details seines Plans nennen zu wollen.

Mitte Juli hatte Motorola erklärt, allein im zweiten Quartal dieses Jahres habe Iridium dem Konzern ein Minus von 2,2 Milliarden Dollar eingebracht.

Iridium wurde am 1. November 1998 mit Inbetriebnahme des Systems das erste Unternehmen für weltweite Satellitentelefonie und Paging-Dienste. Iridium hat dafür drei Milliarden Dollar ausgegeben und ein Netzwerk von 66 Satelliten ins All geschossen, die die Erde in geringer Höhe umkreisen.

Kontakt: Iridium, Tel.: 0211/4973200

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