SEC untersucht Microsofts Geschäftspraktiken

Aufsichtsbehörde vermutet Unregelmäßigkeiten

Die US-Börsenaufsichtsbehörde Securities and Exchange Commission (SEC)
untersucht die möglicherweise unzulässigen Buchhaltungsmethoden bei Microsoft
(Börse Frankfurt: MSF). Das teilte Greg Maffei, Finanzverantwortlicher bei
Microsoft, mit. Dabei gehe es unter anderem um die Bewertung von finanziellen
Rücklagen des Unternehmens.

Die SEC habe Informationen von Microsoft angefordert und das Unternehmen
kooperiere mit der Aufsichtsbehörde, teilte Maffei mit.

Dabei geht es anscheinend auch um Anschuldigungen, die Microsofts Ex-Chef der
Abteilung Internal Audits, die dem Finanzressort untersteht, im vergangenen
Jahr in einem Rechtsstreit mit Microsoft erhoben hatte. Die Zeitung „Seattle
Weekly“ und später das „Wall Street Journal“ hatten darüber berichtet.

Der ehemalige Microsoft-Manager Charles Pancerzewski hatte demnach ausgesagt,
daß seine Ex-Kollegen die Bücher des Softwarekonzerns über Jahre hinweg
manipuliert, dadurch die SEC getäuscht und den Aktienkurs stetig hochgehalten
hätten. Die Zahlen seien immer so frisiert worden, daß das Unternehmen die
Voraussagen der Analysten leicht übertraf.

Nachdem Pancerzewski seine Beobachtungen im Herbst 1995 seinen Vorgesetzten
Mike Brown und Bob Herbold mitgeteilt hatte, wurde er nach eigenen Angaben aus
dem Unternehmen vergrault. Pancerzewski und Microsoft hatten sich Ende 1998
außergerichtlich geeinigt, die Einzelheiten der Einigung blieben jedoch im
Dunkeln.

Kontakt: Microsoft, Tel.: 089/31760

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