Handy-Studie: Reale Gefahren

US-Ergebnisse deuten auf Krebs-Risiko hin

Die Handy-Industrie hat in den USA 27 Millionen Dollar für Forschungen bezahlt,
um – möglichst – die Ungefährlichkeit von Mobilfunktelefonen zu beweisen.
Herausgekommen ist jedoch das Gegenteil.
„Diese Daten sind die ersten, die direkt relevant sind für die Situation, der
Menschen ausgesetzt sind“, sagte der Vorsitzende der Forschungsgruppe Wireless
Technology Research (WTR), George Carlo. „Zuvor waren alle Studien größtenteils
spekulativ.“

Die Mitarbeiter des WTR stellten jetzt auf einer Konferenz in Kalifornien
Ergebnisse einer Reihe von unterschiedlichen Studien vor. Die letzten
Forschungsergebnisse deuten auf einen Zusammenhang hin zwischen den
Ausstrahlungen von Handys und einem leicht ansteigenden Auftreten von
menschlichen Hirntumoren, Zellwachstum in menschlichem Blut und Genschäden bei
Ratten.

„Man könnte unter Umständen zu dem Ergebnis kommen, daß Radiofrequenzen
Genschäden verursachen können“, sagte Carlo. „Das ist eine große Überraschung.“

Die Gruppe Wireless Technology Research wurde 1993 in Washington gegründet, um
Gesundheitsrisiken von drahtloser Kommunikationstechnologie zu untersuchen. Das
Jahresbudget beträgt 27 Millionen Dollar, die von der Handy-Industrie bezahlt
werden.

Zu einem unbedenklichen Ergebnis kam unlängst eine dreijährige Studie der
Neurologischen Klinik des Münchener Klinikums Großhadern im Auftrag des
Bayerischen Umweltministeriums: Weder in Ruhe, noch bei zusätzlichen optischen
und akustischen Reizen konnten die Wissenschaftler einen Einfluß von Handys auf
die Hirnströme des Menschen erfassen, so das Ministerium in einer
Zusammenfassung.

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