Seagram gründet Anti-MP3-Konsortium

Industriegrößen wie AT&T, BMG und Matsushita wollen eigene Musikplattform etablieren

Der von Seagram ins Leben gerufenen Universal Music Group sind weitere Branchengrößen beigetreten: Der neue Kabelriese AT&T, die Bertelsmann-Tochter BMG Entertainment, die in den USA 40 Prozent des Musikmarktes kontrolliert, sowie der japanische Konzern Matsushita Electric Industrial. Erklärtes Ziel der Branchenvereinigung ist es, einen Standard für Musik aus dem Internet zu etablieren.

Im Zentrum der gemeinsamen Bemühungen steht die Musik-Plattform „Nigel“ – allerdings gibt es dazu noch keine gemeinsame Erklärung. AT&T sei zu beschäftigt mit der Übernahme von Mediaone gewesen, um einen Kooperationsvertrag zu unterzeichnen, teilte Seagram mit.

Der Seagram-Chef Edgar Bronfman Jr. und der AT&T-Vorstandvorsitzende Michael Armstrong haben sich bereits zu Verhandlungen getroffen und dabei die neuste Musik-Kompressionstechnik der AT&T Labs begutachtet. Diese soll bei Nigel zum Einsatz kommen.

Die Universal Music Group konkurriert gegen die Verbindung von Sony und Warner, die wiederum IBM (Börse Frankfurt: IBM) damit beauftragt habt, ein eigenes Übertragungsverfahren für Musik aus dem Netz (Codename „Madison“) zu entwickeln.

Beiden Konsortien gemeinsam ist die Ablehnung von MP3. Dieses erlaubt das kostenlose Kopieren von Musik, etwas, das die etablierte Musikindustrie unter allen Umständen verhindern will. Die Branchengrößen wollen nur Techniken erlaubt sehen, mit denen sich Musik kostenpflichtig aus dem Internet herunterladen läßt.

Umfangreiche Grundlageninformationen zum MP3-Standard liefert ein TechTalk-Artikel aus PC Professionell. Die besten Shareware-Programme hat ZDNet in einem MP3-Toolkit zusammengefaßt.

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